Der «Eurovision Song Contest» lähmte die Branche, vor allem die Privatsender wagten sich im Gegenzug nur an Wiederholungen. War damit irgendwas zu holen gegen die Musikshow?
Zum 61. Mal wurde am Samstagabend der «Eurovision Song Contest» ausgetragen, wie gewohnt zeigte das Erste Deutsche Fernsehen Impressionen vom Musikwettstreit - und zur schlechten alten Tradition gehörte natürlich auch das miese Abschneiden des deutschen Acts, in diesem Jahr Jamie-Lee Kriewitz. Dennoch ließen sich durchschnittlich 9,33 Millionen Menschen ab 21 Uhr nicht davon abhalten, das Spektakel ein weiteres Mal zu schauen, was hervorragenden 36,8 Prozent aller Fernsehenden entsprach. Ungewöhnlich: In der Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es mit 46,0 Prozent sogar noch deutlich besser, hier versammelten sich im Schnitt 4,59 Millionen Menschen vor den heimischen Fernsehgeräten. Den «Countdown für Stockholm» sahen zuvor immerhin schon 4,48 Millionen Menschen, also gute 16,3 Prozent aller und sehr gute 23,7 Prozent der jüngeren Fernsehenden.
In Sat.1 bot man den eher jüngeren Menschen mit «Monsters vs. Aliens» einen US-amerikanischen Animationsfilm aus dem Jahr 2009, der in der Vergangenheit bereits die eine oder andere Ausstrahlung spendiert bekommen hatte. Zumindest in der Zielgruppe hätte es dennoch schlechter laufen können, einigermaßen akzeptable 7,1 Prozent standen bei einer Reichweite von 0,69 Millionen auf dem Papier. Bei allen Konsumenten ab drei Jahren hingegen sah der Streifen keinen Stich und versagte mit nur 4,2 Prozent bei 1,23 Millionen. ProSieben zeigte derweil «The Da Vinci Code - Sakrileg» und machte damit 1,39 Millionen glücklich. Wahrscheinlich wäre die Zahl der Beglückten deutlich höher ausgefallen, hätte man nicht schon in den vergangenen Jahren ein Glücksgefühl aufs andere folgen lassen. So wurden letztlich ganz ordentliche 4,8 Prozent des Gesamtpublikums, aber eher maue 7,8 Prozent der Zielgruppe verbucht.