Serien-Check: «Arrow» mit neuem Hauptdarsteller

«It’s Always Sunny in Philadelphia» vor Weltrekord, Netflix mit neuem Krimi, erste Klappe für «Sherlock», FOX mit neuer Comedy und hat «Luke Cage» einen Auftritt in «Civil War»?

«It’s Always Sunny in Philadelphia» bis zum Ende des Jahrzehnts


Der Neustart der Woche

Am Montag, den 11. April, startet um 21.00 Uhr die Zeitreiseserie «11.22.63 – Der Anschlag» auf FOX. Die Serie ist die erste eigenproduzierte Serie des amerikanischen Streaminganbieters Hulu. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Stephen King und erzählt die Geschichte eines Highschool-Lehrers (James Franco) der ins Jahr 1963 geschickt wird, um dort das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern.
Die FXX-Comedy «It’s Always Sunny in Philadelphia» schickt sich an, Geschichte zu schreiben. Der Sender bestätigte, dass die Sitcom für eine 13. und 14. Staffel verlängert wurde. Prinzipiell ist eine Verlängerung über zwei Staffeln nicht die Regel, besonders ungewöhnlich ist jedoch der Vorlauf. Denn die zwölfte Staffel erscheint erst im kommenden Jahr, was zur Folge hat, dass die Produzenten Planungssicherheit bis ins Jahr 2019 haben. Mit der 14. Staffel sichert sich «It’s Always Sunny in Philadelphia» auch einen Platz in den Rekordbüchern. Als zweite Serie überhaupt kommt die Comedy auf 14 Staffeln und somit auf den ersten Platz der am längsten laufenden live-action Comedy. Diese Position hat «It’s Always Sunny in Philadelphia» jedoch nicht exklusiv inne, sondern teilt ihn sich mit «The Adventures of Ozzie and Harriet», das ebenfalls auf 14 Staffeln kam, aber deutlich mehr Episoden hatte. Im Schnitt sahen die elfte Staffel auf dem verhältnismäßig kleinen Sender FXX 1,4 Millionen Zuschauer.

Netflix sichert sich «Marcella»


In Großbritannien startete in der vergangenen Woche auf ITV die Krimiserie «Marcella». Das achtteilige Crimedrama basiert auf der dänisch/schwedischen Koproduktion «Die Brücke», ist jedoch nicht mit der britisch/französischen Adaption «The Tunnel» zu verwechseln. Parallel zum Start gab Netflix bekannt, sich die weltweiten Streamingrechte an der Produktion gesichert zu haben, mit Ausnahme von Großbritannien und Irland. Hierzulande, ebenso wie im Rest der Welt, startet die Serie am 1. Juli. Im Zentrum der Handlung steht die Polizistin Marcella Backland, gespielt von Anna Friel («Limitless»), die nach zehnjähriger Abstinenz ihren Dienst bei der Polizei wieder antritt. Gleich ihr erster Fall hat es in sich, sie bekommt es mit einem Serienmörder zu tun, gegen den sie bereits vor ihrer Pause ermittelte.

FOX bestellt neue Comedy


FOX gab nun die Bestellung seiner neuen Comedy «Famous» bekannt und terminierte den Start noch vor der Verpflichtung des ersten Schauspielers. Bereits am Sonntag, den 12. Juni, geht es los. Die Handlung konzentriert sich auf ein Lehrerpaar, dass in eine Beziehungskrise stürzt, nachdem ein Partner einen Plattenvertrag an Land gezogen hat und plötzlich «Famous» wird. Die Episoden sind mit einer Laufzeit von 30 Minuten geplant und werden hauptsächlich im Mockumentary-Stil gedreht, wobei der Fokus auf den Therapiesitzungen des Paares liegt. Bislang wurden lediglich kurze Charakterbeschreibungen der Figuren bekanntgegeben: So heißen die Hauptfiguren Fred und Geneva und sind hauptberuflich Lehrer an einer Highschool. In Wahrheit träumen sie jedoch von der großen Karriere in Hollywood. Während Fred sich als Drehbuchautor versucht, dreht Geneva ihr erstes Musikvideo und landet damit direkt einen viralen Hit, der sie über Nacht zum Popstar werden lässt. Fred fühlt sich vernachlässigt und wird nach und nach eifersüchtig auf seine Partnerin.

«Arrow» mit neuem Hauptdarsteller


In der vierten Staffel von «Arrow» tauchte Darsteller Echo Kellum erstmalig auf. Bei den Zuschauern kam er scheinbar so gut an, dass er in der fünften Staffel zum Hauptdarsteller befördert wird. In der vierten Staffel wurde der Comedian als technikaffiner Curtis Holt, besser bekannt als Mister Terrific, eingeführt. Dieser kam kürzlich hinter das Geheimnis der Arrowcave und bekommt nun mehr zu tun.

«Luke Cage» mit Auftritt in «Captain America – Civil War»?


Unmittelbar vor dem Kinostart von «Captain America – Civil War» kocht die Gerüchteküche noch einmal auf. Denn aktuelle Meldungen deuten auf einen Kurzauftritt der Serienfigur «Luke Cage» hin. Wie inzwischen bestätigt wurde, kommt es im Film zu einem Auftritt der Darsteller Jim Rashe («Community») und Alfre Woodard («Desperate Housewives»). Die Besonderheit liegt im Auftritt von Woodard, die im Herbst eine tragende Rolle in der «Luke Cage»-Serie auf Netflix übernimmt. Daher ist es durchaus möglich, wenn auch äußerst unwahrscheinlich, dass der Hero for Hire einen Gastauftritt hat.

Offiziell: Erste Klappe für «Sherlock» gefallen


Was in der vergangenen Ausgabe des Serien-Checks noch gemunkelt wurde, bestätigten nun die BBC und Mark Gatiss. Zur vierten Staffel der britischen Krimiserie «Sherlock» haben die Dreharbeiten begonnen. Zur neuen Staffel wurde jedoch noch nicht viel bekannt, fest stehen die altbekannten Darsteller rund um Benedict Cumberbatch und Martin Freeman, sowie die Autoren Steven Moffat und Mark Gatiss, sowie die Regisseurin der ersten Episode der vierten Staffel. Diese Funktion übernimmt Rachel Talalay, die diese Funktion bereits bei Moffats zweiter Serie «Doctor Who» begleitete.

Der Trailer der Woche: «Penny Dreadful»



Die «Law & Order»-Familie wächst weiter


Für das «Law & Order»-Serienuniversum steht erneut Nachwuchs an, diesmal in Form einer Anthologieserie, die aus dem Dunstkreis der wahren Verbrechen stammt. Die erste Staffel soll sich dabei um den Fall der Menendez-Brüder drehen, die 1989 ihre Eltern umbrachten. Anthologieserien erfuhren in den vergangenen Jahren einen neuen Hype, angeführt von «True Detective» oder zuletzt «American Crime Story». NBC plant nun ebenfalls auf diesen Zug aufzuspringen und verlängerte passend dazu erst kürzlich den Vertrag von Dick Wolf. Wolf ist der kreative Kopf hinter dem «Law & Odrder»-Universum, aber auch für das «Chicago»-Franchise verantwortlich.

«Empire» mit kontroversem Handlungsstrang


In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Diskussionen um die Tode von homosexuellen Figuren in amerikanischen Serien. So waren Ereignisse in «The Walking Dead», «The 100» oder «The Vampire Diaries» immer wieder Auslöser für hitzige Gespräche. Nun reiht sich auch die zweite Staffel «Empire» in den Kreis ein. In der jüngsten Folge ließen die beiden lesbischen Figuren Mimi Whiteman (Marisa Tomei) und ihre Ehefrau Camilla Marks-Whiteman (Naomi Campbell) ihr Leben. Dabei ist der Stein des Anstoßes nicht zwangsläufig der Tod per se oder die Figur, die dahin scheidet, sondern vielmehr die Art und Weise, wie dies geschah. Die Kritik basiert darauf, dass homosexuelle Charaktere auf besonders herabwürdigende Art sterben und ihre Existenz als unbedeutend dargestellt wird. Grundsätzlich ist der Punkt der Homophobie von «Empire» jedoch äußerst fragwürdig, schließlich ist Jamal (Jussie Smollett) offen homosexuell und ein Hauptdarsteller der Serie.
08.04.2016 18:00 Uhr  •  Dennis Weber Kurz-URL: qmde.de/84840