Serien-Check: Vom Kingpin zum Wizard of Oz

Bei «Arrow» stehen einige Figuren vor tiefgreifenden Veränderungen, Eva Longoria bleibt beschäftigt und «Eiskalte Engel» kehrt als Serie zurück.

Der Neustart der Woche

Am Samstag, den 31. Oktober, startet um 23.00 Uhr auf RTL II die fünfte Staffel der Zombie-Serie «The Walking Dead»- RTL II setzt dabei erneut auf eine Eventprogrammierung mit jeweils drei Episoden an einem Abend. Die Gruppe rund um Protagonist Rick Grimes (Andrew Lincoln) muss dabei erneut um das Überleben kämpfen, nicht nur gegen Zombies, sondern auch gegen andere Überlebenden. Darüber hinaus wird die Stärke der Gruppe und das Vertrauen ineinander mehrfach auf die Probe gestellt.
Noch mehr «Baby Daddy»
ABC Family verlängerte in der vergangenen Woche die fünfte Staffel «Baby Daddy» um zehn weitere Episoden und verdoppelte somit den Staffelumfang. Im Zentrum der Handlung steht Ben (Jean-Luc Bilodeau), der gerade einmal Mitte zwanzig ist und überraschend von seiner Ex-Freundin ein Baby, das angeblich seines ist, übergeben bekommt. Nachdem seine ehemalige Partnerin sich wieder aus dem Staub gemacht hat, beschließt Ben, das Baby gemeinsam mit seinen beiden Freunden, seiner Mutter und seiner besten Freundin, die heimlich in ihn verliebt ist, großzuziehen. In Deutschland ist die Serie auf dem Disney Channel zu sehen. Durch die Verlängerung auf bald 89 Episoden rückt «Baby Daddy» dem für die Syndication, also der Zweitverwertung durch andere Fernsehstation, so wichtigen Meilenstein von 100 Episoden immer näher.

Eva Longoria bleibt beschäftigt
Kürzlich wurde die Comedy «Hot & Bothered», für die «Desperate Housewives»-Star Eva Longoria vor und hinter der Kamera aktiv ist, um drei Folgen auf nun zehn Episoden in der ersten Staffel gekürzt. Dies hindert Longoria jedoch nicht daran auch weiterhin mit NBC zu arbeiten, denn das Network sicherte sich nun die Rechte an ihrem neuesten Projekt. Die von Longrorias Produktionsfirma, UnbeliEVAble Entertainment, und Universal TV produzierte Serie trägt den Titel «Casino». Darin verstirbt ein Glückspiel-Mogul auf mysteriöse Weise und seine junge Witwe und sein unehelicher Sohn müssen sich zusammenraufen, um so das Unternehmen des Verstorbenen vor dem Untergang zu bewahren. Je näher sie jedoch hinter das dunkle Geheimnis hinter dem Tod des Casino-Eigentümers kommen, desto größer wird die Gefahr in die sie sich selbst begeben. Neben Longoria fungieren auch Ben Spector und Carlos Portugal als Executive Producer, wobei letztgenannter auch die Drehbücher verantwortlich ist.

Eiskalte Serie
In den 1990er Jahren gelang es dem Teenie-Drama «Eiskalte Engel» eine Art Kultstatus um sich aufzubauen. Nun versucht sich NBC an einer weiteren Serienadaption eines bekannten Spielfilms und setzt die Handlung des Films fort. Im Zentrum der Handlung steht jedoch der 16-Jährige Bash Casey, Sohn von Sebastian (Ryan Phillippe) und Annette (Reese Witherspoon). Bash erfährt durch das Tagebuch seines Vaters von dessen früherem Leben und den Abgründen in der Familie. Auf der Suche nach Antworten begibt er sich nach San Francisco und gerät in eine Welt die durch Intrigen, Machtspiele, Sexualität und protzigen Reichtum geprägt ist. Das Drehbuch stammt dabei erneut von Roger Kumble, der darüber hinaus auch noch die Regiearbeit im Originalfilm übernahm.

Der Trailer der Woche


Vom Kingpin zum Wizard of Oz
Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass NBC an einer Serienadaption des Klassikers «Der Zauberer von Oz» arbeitet. Nun wurde der ominöse Zauberer mit von Vincent D’Onofrio besetzt. Das Serienprojekt wird jedoch nicht den klassischen Buchtitel übernehmen, sondern als «Emerald City» zu sehen sein. Hauptfigur Dortohy wurde bereits zuvor mit Adria Arjona besetzt. Zuletzt war D’Onfrio im Kino in «Jurassic World» oder in der Netflix-Serie «Daredevil» zu sehen. Der Weg zur Serie ist ähnlich lang wie die Golden Brick Road die nach «Emerald City» führt. Bereits im vergangenen Jahr gab es Pläne für eine Serie zum Literatur-Klassiker. Vor rund zwölf Monaten wurden dem Projekt wenig überraschend die Stecker gezogen, voraus gingen Streitigkeiten aufgrund kreativer Differenzen zwischen Studio und Showrunner Josh Friedman, der bereits als ausführender Produzent von «Terminator S.C.C.» tätig war. Inzwischen verantwortet David Schulner das Projekt.

Das Ende geflüstert
Zwischen dem 1. Juni und dem 31. August strahlte ABC insgesamt 13 Episoden der Serie «The Whispers» aus. Nachdem die Auftaktfolge noch ein Rating von 1.5 erzielte, fielen in den Folgewochen die Zuschauer nach und nach. «The Whispers» knackte in dem Dutzend Episoden nur noch zweimal die Marke von 1.0. Daher ist es logisch, dass ABC am Donnerstag bekannt gab, das Projekt nach nur einer Sommer-Staffel wieder einzustellen. Abgesehen von den schwachen Einschaltquoten deutete sich das Ende bereits im Verlauf der ersten Staffel an, schließlich ließ ABC die Vertragsoptionen für die Darsteller kommentarlos verstreichen und signalisierte somit, nicht an das Projekt zu glauben. Nun folgte lediglich die endgültige Gewissheit über das Ende der Produktion. Bereits zuvor wurde bekannt, dass auch «Rookie Blue» im kommenden Sommer nicht zurückkehren wird. Somit hat das Network für das kommende Jahr nur weitere Episoden von «Mistresses» während der heißen Tage zu bieten und muss sich nun um neue Ware bemühen.

«Arrow»-Figur macht Veränderungen durch
In den USA läuft derzeit die vierte Staffel der Comicadaption «Arrow» auf The CW. Bereits in der dritten Staffel verstarb die Figur der Sara, gespielt von Caity Lotz. Allerdings soll sie einen wichtigen Part in der künftigen Serie «Legends of Tomorrow» einnehmen. Bereits in der dritten Staffel bereiteten die Serienmacher allerdings einen Ausweg für eine solche Situation vor. Die sagenumwobene Lazarus Grube kann Menschen nicht nur heilen, sondern auch aus dem Tod zurück holen. Dies erlebten die Zuschauer bereits zuvor mit Thea Queen (Willa Holland), die in der vorherigen Staffel ebenfalls verstarb aber nach wenigen Minuten durch die Lazarus Grube wiederbelebt wurde. In den aktuellen Episoden macht die jüngere Schwester des Titelhelden allerdings einige geistige Veränderung, als Konsequenz der Ereignisse in der Grube, durch. Ihr Wesen ist wesentlich aggressiver und sie ist zunehmend von Wut geprägt. Dennoch möchte sie und Lauren (Katie Cassidy), Serienschwester von Sara, die Verstorbene ausgraben und zur Grube bringen. Showrunner Phil Klemmer äußerte sich kürzlich zur Entwicklung von Thea und betonte dabei, dass ihre Wesensveränderung durch den Aufenthalt in der Grube bedingt sei, sie aber verhältnismäßig gering ausfallen, da sie nur für einige Minuten tot war. Im Falle von Sara sollen diese Veränderungen deutlich gravierender ausfallen und einen wichtigen Stellenwert in der Handlung von «Legends of Tomorrow» einnehmen.
25.10.2015 13:00 Uhr  •  Dennis Weber Kurz-URL: qmde.de/81567