Witzige Tiere, Chefinnen, Landärztinnen und Seelen: Dies war die Auswahl der großen Sender. Wie kam was davon an? Und wie lief es für die kleineren Kanäle mit Jackie Chan und US-Serien?
Inhaltlich mögen das Fans des einen oder anderen deutschen Rappers wohl in Frage stellen, aber aus Sicht der Einschaltquoten war der ZDF-Serie «Die Chefin» eine gewisse "Bossaura" nicht abzusprechen. Mit 3,96 Millionen verzeichnete eine Wiederholung aus dem Jahr 2013 die mit Abstand höchste Reichweite aller Ausstrahlungen um 20:15 Uhr, bevor «SOKO Leipzig» im Anschluss mit 3,79 Millionen den Doppelsieg des öffentlich-rechtlichen Senders perfekt machte. Damit einher gingen tolle Marktanteile von 17,9 und 16,2 Prozent. Dagegen sah der ARD-Heimatfilm «Die Landärztin» mit nur 2,21 Millionen sowie 9,8 Prozent reichlich alt aus - obwohl auch er vor zwei Jahren produziert wurde. Auch beim jungen Publikum lief es für das ZDF mit immerhin 6,1 und 6,3 Prozent bei maximal 0,48 Millionen besser, Das Erste musste sich mit arg dünnen 4,1 Prozent bei 0,29 Millionen begnügen.
Ansonsten stellte sich der Freitagabend als kein besonders gutes Pflaster für die etwas kleineren Sender heraus, denn auch US-Serien entsprachen nicht unbedingt dem präferierten Konsumwunsch der Deutschen. Zwei alte «Castle»-Folgen wurden bei kabel eins nur von 0,61 Millionen Serienfans verfolgt, was äußerst zurückhaltenden 2,7 Prozent Gesamt-Marktanteil entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen preschte das Format auch nicht wirklich vor, hier standen 4,5 Prozent bei 0,32 Millionen auf dem Papier. VOX schließlich versuchte es mit dem Prinzip der Penetration und zeigte einmal mehr so lange «Law & Order: Special Victims Unit», bis das Publikum sämtliche Fluchtreflexe über Bord werfen sollte. Dieses Konzept ging allerdings nur in Maßen auf, denn nach sehr schwachen 4,8 bis 5,3 Prozent für die ersten drei Folgen des Abends steigerte sich auch die späteste nach 23 Uhr nur leicht auf 6,1 Prozent. Die Reichweiten schwankten zwischen 0,74 und 0,83 Millionen.