«daheim + unterwegs»: Frische Gesichter, keine Quotensprünge

Die tägliche WDR-Sendung gibt zurzeit jungen Moderatoren eine Chance. Das ist löblich. Nicht ganz so löblich sind dagegen die Quoten, die in der Regel unter dem Senderschnitt liegen.

Die Co-Moderatoren im Überblick

  • Julia von Cube (1Live)
  • Malin Büttner («Sendung mit der Maus»)
  • Laura Rohrbeck («Lokalzeit Düsseldorf»)
  • Simon Pützstück («markt»)
  • Inga Hinnenkamp (1Live)
  • Johannes Büchs («neuneinhalb»)
  • Alexander Klein («Aktuelle Stunde»)
In der WDR-Nachmittagssendung «daheim + unterwegs», werktags zu sehen um 16.15 Uhr, bekommen neue und unverbrauchte Gesichter zurzeit die Chance, sich einem breiteren Publikum zu beweisen. Heißt konkret: Im Zeitraum vom 29. Juni bis 13. August stellen die Verantwortlichen den etablierten Hosts - das sind Eva Assmann, Sandra Quellmann, René le Riche und Stefan Pinnow - pro Woche jeweils ein frisches Gesicht zur Seite (Übersicht in der Infobox). Für uns Anlass genug, einmal auf die Quoten der 105-minütigen Sendung im Programm der Kölner zu schauen. Wie gut kommt sie bei den Zuschauern an?

In der Woche, die mit Montag, den 13. Juli, begann, sahen die Sendung 0,15 Millionen Zuschauer. Daraus ergab sich ein Marktanteil in Höhe von 1,2 Prozent bei allen. Angesichts des WDR-Senderschnitts von etwa 2,3 Prozent stellte er ein recht ausbaufähiges Ergebnis dar. Keine Chance hatte «daheim + unterwegs» zudem bei den 14- bis 49-Jährigen, wo lediglich 0,01 Millionen zusahen. Der Marktanteil kletterte auf äußerst dürftige 0,2 Prozent. Zum Vergleich: Der Senderschnitt liegt hier sogar fünfmal so hoch.

Einen deutlichen Satz nach oben machte die Sendung am Dienstag, als sich aus 0,22 Millionen Interessierten ordentliche 1,8 Prozent insgesamt ergaben. Chapeau: Selbst bei den 14- bis 49-Jährigen lag man mit genau ein Prozent auf Augenhöhe mit dem Senderschnitt. Allerdings war dieses gute Niveau nicht haltbar. Am Mittwoch und Donnerstag rutschte man auf jeweils 0,11 Millionen Zuschauer und ein Prozent Marktanteil ab. Am Freitag, zum Abschluss der Woche, die Laura Rohrbeck mitmoderiert hatte, ließen sich bessere 0,18 Millionen Interessierte begeistern.

Diesen Montag, als die Woche mit Simon Pützstück als Co-Moderator startete, schauten unterdessen 0,17 Millionen Zuschauer zu, die dem WDR 1,5 Prozent Marktanteil bei allen einbrachten. Abermals deutlich zu schwach lief es bei den 14- bis 49-Jährigen, wo nur 0,3 Prozent zu Buche standen. Die Reichweite bei den Jüngeren fiel mit 0,01 Millionen derart gering aus, dass sie kaum messbar war. Bitter, dass es zwischen Dienstag und Donnerstag für die Sendung kontinuierlich bergab ging:

Von 0,16 Millionen am Dienstag über 0,15 Millionen zur Wochenmitte auf 0,13 Millionen am Donnerstag – alles andere als eine erfreuliche Entwicklung. Beim jungen Publikum lief es mit Marktanteilen zwischen 0,2 und 0,5 Prozent ohnehin deutlich zu schwach. Summa summarum kamen die vergangenen beiden Wochen damit auf eine durchschnittliche Reichweite von 0,15 Millionen Zuschauern. Anzurechnen ist dem Format, dass es einigermaßen konstant läuft und Ausreißer nach unten zumindest beim Gesamtpublikum nicht vorkommen. Und dennoch: Mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 1,3 Prozent liegt die Sendung schlicht und ergreifend unter dem, was der WDR sonst gewohnt ist.
25.07.2015 15:00 Uhr  •  David Grzeschik Kurz-URL: qmde.de/79715