Wie geht es 2016 mit der Casting-Show weiter? Nach einer Staffel ist bei den Kölnern nämlich schon wieder vor der Staffel.
Heute ist Samstag. Der sechste Tag der Woche. Der Tag des vorletzten Bundesliga-Spieltags. Also der Tag, an dem sich vielleicht schon entscheidet, ob der VfB Stuttgart im kommenden Jahr weiterhin im Oberhaus spielen darf. Das ist aber noch nicht alles. Etwas vorbei an der öffentlichen Wahrnehmung findet in Bremen am Abend das Finale der aktuellen Staffel von «Deutschland sucht den Superstar» statt. Die Tatsache, dass wohl mehr als 10.000 Menschen vor Ort sein sollen, dient zur Vertuschung, dass es öffentliche Interesse an der RTL-Casting-Show eigentlich Jahr für Jahr zurückgeht. Und so muss man sich nicht grämen, wenn man erst nachschlagen muss, welche Gesichter live im RTL-Programm um den Sieg singen.
Da half es bis dato auch nichts, dass RTL mit Xavier Naidoo einen Sänger gewonnen hat, der einst bei «The Voice of Germany» (ProSiebenSat.1) für gesangliche Qualität stand. Er kommt zur RTL-Show um mit seinen Söhnen Mannheims ein paar Lieder zu trällern; und vor allem, um auf den am Dienstag anstehenden Start der zweiten «Sing meinen Song»-Staffel bei VOX zu promoten. Ob es der Sieger von «DSDS» jemals in ein solches Format schaffen wird, darf stark bezweifelt werden. Immerhin aber ist die Tatsache, dass neben einer Siegprämie von 500.000 Euro auch diesmal wieder ein Platten-Vertrag winkt, kein schlechter Preis. Der Gewinner-Song, der den Titel "Hero of my Heart" trägt, wird wieder von Juror Dieter Bohlen komponiert und produziert.
Mit dem Ende von «DSDS 2015» stellt sich aber auch eine andere Frage: Wie wird es in der von RTL schon bestätigten Staffel im kommenden Jahr weitergehen? US-Sender FOX hat sich jüngst dafür entschieden, eine finale Runde für das anstehende Jahr anzukündigen und will den daraus entstehenden Buzz wohl in noch einmal steigende Werte ummünzen. Bei RTL setzte man zuletzt auf ein neues Konzept, zeigte mehr Recall-Folgen und machte den einstigen Casting-Hit dadurch wieder mehr zur Doku-Soap. Für die Show-Phase, die drastisch gekürzt wurde, bekamen die Kölner aber massive Kritik.