«Berlin – Tag & Nacht» läuft auf Top-Niveau

Nur ein Mal lag die RTL II-Soap in den vergangenen Wochen unter zehn Prozent Marktanteil. Das neue «Alles was zählt» hat mit den Quoten dagegen zu kämpfen.

«Berlin – Tag & Nacht» ist weiterhin ein Quoten-Phänomen im deutschen Fernsehen. Bereits kurz nach Beginn des Formats generierten die Chaos-WGs aus der Hauptstadt fantastische Marktanteile, obwohl die Produktionen vergleichsweise günstig sind und Laien-Darsteller darin agieren. Daher verwunderte Anfang Februar der Quoten-Durchhänger der Serie um Ole und Co. Sind zweistellige Marktanteile sonst die Regel beim jungen Publikum, gelangte die Quote bei den Werberelevanten zwischen dem 4. und 16. Februar nur drei Mal zu über zehn Prozent. Mittlerweile haben sich die Quoten der Hauptstadt-Soap jedoch wieder stabilisiert. Nur ein einziges Mal verzeichnete «Berlin – Tag & Nacht» seit dem 17. Februar weniger als zehn Prozent beim jungen Publikum und zwar am 13. März als 9,9 Prozent der 14- bis 49-Jährigen der Zweistelligkeit schon sehr nahe waren.

Die niedrigsten Werte der vergangenen zwei Wochen sind jeweils an den letzten Werktagen der Wochen zu finden. Am Donnerstag und Freitag des 12. und 13. März verbuchte die RTL II-Sendung 10,2 und die bereits zuvor erwähnten 9,9 Prozent beim umworbenen Publikum. Ansonsten lag nur noch die Ausgabe vom Freitag, dem 20. März unter elf Prozent. An letzterem Vorabend führten 1,09 Millionen Zuschauer zu 10,6 Prozent der Werberelevanten. Alle weiteren Folgen seit dem 9. März schnitten mit einem Zielgruppen-Marktanteil zwischen elf und zwölf Prozent ab – bis auf eine Ausnahme: Besonders stark präsentierte sich die Episode am 18. März. Dieser wohnten insgesamt 1,35 Millionen Soap-Fans und dazugehörige 13,1 Prozent der jungen Zuschauer bei. Die vergangene Woche schloss «Berlin – Tag & Nacht» mit durchschnittlich 11,5 Prozent ab.

Nachdem «Alles was zählt» inhaltlich eine neue Richtung einschlug und damit im Hinblick auf die Marktanteile gut fuhr, macht sich in der RTL-Zentrale wohl zunehmend Ernüchterung breit. Die Serie nahm seit dem 23. Februar nur zwei Mal die Hürde des Senderschnitts. Dabei fielen die Marktanteile bei den 14- bis 49-Jährigen für das 19 Uhr-Format bis auf 11,0 Prozent, die an besagtem 23. Februar gemessen wurden und der Auftakt einiger durchwachsener Wochen werden sollte. Zumindest präsentierte sich die RTL-Seifenoper in der vergangenen Woche recht konstant. Gleich drei Mal standen zwischen Montag und Mittwoch Marktanteile von jeweils 13,3 Prozent in der Zielgruppe fest, die knapp unter der Sendernorm von RTL liegen. Zwei Ausreißer folgten am Donnerstag und Freitag. Zunächst gab die Sehbeteiligung auf 11,9 Prozent ab, am Freitag stieg der Marktanteil dafür auf 14,2 Prozent – exakt auf Höhe des Senderschnitts. Seit Ende Februar holte «Alles was zählt» beim jungen Publikum durchschnittlich 12,8 Prozent, was RTL wohl langfristig zu wenig ist.


Und so geht es weiter:

In «Berlin – Tag & Nacht» hegt Ole noch immer einen Groll gegen Fabrizio, weil der Italiener ihn an die Polizei verraten hat. Das führt beim Rest der WG jedoch zu Unmut. Paula warnt Ole, dass dieser sich langsam mal einkriegen soll, alle WG-Bewohner seien von ihm genervt. Nicky kommt tags darauf eine Idee: Sie bringt Ole in das Hotel, das ihr Ex-Freund eigentlich für die Hochzeitsnacht mit ihr gebucht hat. Das Hotel bietet die idealen Voraussetzungen für einen entspannenden und lustigen Nachmittag, der Ole auf andere Gedanken bringt, ehe unerwünschter Besuch erscheint.


Maximilian versucht sich mit einer Überdosis Schlafmitteln das Leben zu nehmen, wird aber in letzter Sekunde gerettet. Simone macht sich große Sorgen und versucht so viel Zeit am Bett ihres Sohne zu verbringen, wie nur möglich. Jenny wirft Maximilian jedoch vor, dass der Selbstmordversuch eine Taktik war, um Simone vor dem Prozess wieder milde zu stimmen. Tatsächlich macht sich Simone Vorwürfe und Maximilian geht beruhigt davon aus, dass sie nicht gegen ihn Aussagen wird. Simone ändert ihre Meinung jedoch, als Maximilians Anwalt Richard in die Ecke drängt. Die Nerven gehen mit Maximilian durch und er nimmt einem Wachmann dessen Waffe ab. In diesem Moment betritt sein Sohn Alexander den Saal…


Was sonst noch war:

«Sturm der Liebe» wird bald auch bei einem Schweizer Sender zu sehen sein. Der Sender TV24 sicherte sich die Rechte der Telenovela ab Folge 2196, die wohl Anfang April erstausgestrahlt wird. Der Quotenrenner des Ersten soll dann auch im Nachbarland der Deutschen für hohe Marktanteile sorgen. TV24 plant mit «Sturm der Liebe» werktäglich um 16.30 Uhr. Die Erwartungen des Senders sind wohl ziemlich hoch, denn die deutsche Produktion war in der Schweiz im Jahr 2014 die meistgesuchte Serie bei Google. «Sturm der Liebe» läuft aktuell außerdem in Italien, Österreich, Finnland, Belgien, Tschechien und Estland.

Nezugang bei «Verbotene Liebe»: Bastian Semm wird ab dem 27. März in der ARD-Soap erstmals als Hauptkommissar Martin Vogt auftreten. Er macht es sich zur Aufgabe, die Geheimnisse der Lahnsteins aufzudecken. Zuvor spielte Semm vor allem in Theaterproduktionen."Martin ist lässig und charmant. Er trägt sein Herz am rechten Fleck und überschreitet auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit gerne auch mal Konventionen und Grenzen", erklärt Semm seinen Charakter.
24.03.2015 11:46 Uhr  •  Timo Nöthling Kurz-URL: qmde.de/77100