Geballte Show-Power mit «Wetten, dass..?» und «Das Supertalent», gleich vier Spielfilme, das ewige «Navy CIS» und eine VOX-Dokumentation zur Wende gab es zu sehen. Wie waren die Machtverhältnisse?
Oft wurde Markus Lanz für seine Moderation von «Wetten, dass..?» in der Vergangenheit kritisiert, doch eines muss er sich zumindest mit der drittletzten Ausgabe der Show nicht vorhalten lassen: Die Marktführung beim Gesamtpublikum verloren zu haben. Mit 5,48 Millionen war man klar die meistgesehene Sendung der Primetime, im direkten Show-Wettbewerb erreichte «Das Supertalent» auf RTL allerdings eine äußerst respektable Reichweite von 4,86 Millionen. Während das ZDF somit auf 19,8 Prozent Marktanteil zu verweisen hatte, durfte sich der private Mitbewerber immerhin über 17,3 Prozent freuen. Zudem gelang es dem Casting-Format, bei den 14- bis 49-Jährigen die Oberhand zu behalten: Mit 2,60 Millionen und 25,4 Prozent positionierte man sich hier klar vor den Mainzern, die nur auf 1,47 Millionen und 14,5 Prozent gelangten.
Für etwas Abwechslung im Show- und Spielfilm-Einerlei der restlichen Programmstationen sorgte VOX, das sich mit «Broiler oder Burger - Deutscher Alltag vor der Wende» an einer weiteren Samstags-Dokumentation versuchte. Diesen Schritt der Programmverantwortlichen wussten 1,19 Millionen Menschen zu schätzen, was äußerst respektablen 4,9 Prozent aller Fernsehenden entsprach. Bei den Jüngeren kamen 6,6 Prozent bei 0,62 Millionen zustande. Sehr pragmatisch geht man schon seit längeren bei kabel eins den Samstagabend an, wo wie gewohnt zwei alte «Navy CIS»-Folgen versendet wurden. Diesmal sahen 1,13 und 1,41 Millionen Menschen zu, was 3,9 und 4,8 Prozent aller sowie 5,2 und 6,3 Prozent der umworbenen Konsumenten waren.