Millionenschwerer Geldsegen für ProSiebenSat.1

Die Finanzinvestoren haben zum Abschied über 75 Millionen Euro an Vorstand und ausgewählte Mitarbeiter ausgezahlt. Fast ein Drittel des Betrags floss an Thomas Ebeling.

Man muss sich den aktuellen Quartalsbericht von ProSiebenSat.1 schon genauer anschauen, um auf die brisanten Zahlen zu stoßen, schließlich sind diese erst im hintersten Teil des knapp 90-seitigen Dokuments zu finden. Wie nun dank Handelsblatt herauskommt, hat die Zwischenholding Lavena im Juni eine stattliche Summe von 76,8 Millionen Euro an die Vorstände sowie weitere ausgewählte Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 ausgezahlt - wohlgemerkt freiwillig. Größter Profiteur des Geldsegens ist hierbei Vorstandsvorsitzender Thomas Ebeling (Foto).

Mit knapp 60 Millionen gingen über drei Viertel der Zahlungen an den Vorstand der Sendergruppe, wobei sich alleine Ebeling über 23,4 Millionen Euro freuen durfte. Vier weitere Mitglieder erhielten zudem zwischen 4,3 und 12,8 Millionen, der höchste Betrag ging hierbei an Finanzvorstand Axel Salzmann. Wohin die weiteren knapp 17 Millionen flossen, ist dem Quartalsbericht nicht zu entnehmen. Laut Handelsblatt seien allerdings "einige Führungskräfte großzügig bedacht" worden.

Seit dem Amtsantritt von Thomas Ebeling im März 2009 hat sich der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 prächtig entwickelt: Inzwischen liegt die Aktie bei über 30 Euro, vor gut fünf Jahren wurde mit etwa einem Euro nur ein verschwindend geringer Bruchteil dessen generiert.
12.08.2014 11:34 Uhr  •  Manuel Nunez Sanchez Kurz-URL: qmde.de/72401