Interessante Entwicklung: Die Glamour-Soap kam auf ein größeres Publikum als zuletzt. Auch RTL II kann mit der Performance seiner Vorabendformate durchaus zufrieden sein.
Harte Zeiten für die deutschen Vorabendsoaps – derzeit müssen diese gegen die sehr gefragten Vorrundenspiele der Fußball-WM antreten. Trotz der übermächtig erscheinenden Konkurrenz gibt es einige Überraschungen. Eine davon ist zum Beispiel das ARD-Format «Verbotene Liebe», das nach der Zwangspause im Mai (wegen «Quizduell») recht schwach zurückkam und im Wochenschnitt gleich zwei Mal die Millionen-Marke verfehlte. Vergangene Woche liefen nun nur zwei Episoden, die im Schnitt aber auf 1,19 Millionen Zuschauer kamen. Gegenüber der vollständigen Woche vorher verbesserte sich die Produktion von UFA Serial Drama somit um etwa 200.000 Zuschauer. Wegen des großen Interesses an König Fußball sanken aber die Marktanteile; auf 6,7 Prozent bei Allen und 3,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.
Bei den 14- bis 49-Jährigen holte das Format 6,8 Prozent – lag somit etwa vier Punkte unter dem Vorwochenschnitt, aber noch oberhalb der für den Sender normalen Werte. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim 18.00-Uhr-Format «Köln 50667», das gegenüber der noch fußballfreien Woche zuvor nur etwa 70.000 Zuschauer abgeben musste und bei im Schnitt einer halben Million landete. Auch hier zog der Montag das Ergebnis deutlich nach unten: Die Serie aus der Rhein-Metropole kam damals nur auf 1,7 Prozent bei den Werberelevanten. Im Schnitt erreichte die authentische Soap 5,8 Prozent, 3,3 Punkte weniger als zuletzt.
Dramatisch geht es auch bei «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» zu: Die schockierende Nachricht, dass Tuner ein neues Herz braucht, rückt dessen geplantes Liebesgeständnis gegenüber Nele erstmal völlig in den Hintergrund. Auch Nele ist bestürzt und lässt sich von Mesut trösten. Tuners Welt bricht förmlich zusammen bis Ayla ihm Mut macht, dass er mit einem neuen Herzen wieder zu alter Kraft kommen und um Nele kämpfen kann. Immer größer werden auch die Probleme, die Philip hat: Ayla provoziert ihn, bis dieser schließlich zugeben muss, Soraphyl in seinem Süßstoff-Spender versteckt zu haben. Obwohl Philip eindringlich versichert, kein Suchtproblem zu haben und Ayla zum Beweis sogar die Tabletten aushändigt, kann er ihre Skepsis nicht wirklich zerstreuen. Als Ayla in ihrer Sorge vor Lukas durchsickern lässt, dass Philip sich im Krankenhaus vielleicht zu viel zumutet, stößt sie erst mal auf taube Ohren. Bis Philip ohne seine Aufputschmittel eine wichtige OP verschläft.