AMC entwickelt neun neue Dramaprojekte

Gleich neun neue Serienideen stehen beim US-Sender im Bereich Drama in den Startlöchern, der sich obendrein auch noch die Rechte zur Adaption zweier weiterer Bücher sicherte.

Senderaufteilung in den USA

Network TV (ABC, NBC, CBS, FOX, CW)
Finanzieren sich fast ausschließlich über Werbung und sind damit stark abhängig von Einschaltquoten. Inhalte unterliegen der Prüfung durch die FCC und sind damit stark reglementiert. Die Sender sind frei empfangbar.
Basic/Standard Cable (z.B. USA Network, AMC, FX)
Finanzieren sich über Werbung und Gebühren der Kabelkunden. Da Inhalte nicht der FCC-Reglementierung unterliegen, dürfen die Serien generell authentischer und expliziter sein.
Premium Cable (z.B. HBO, Showtime)
Finanzieren sich zum großen Teil über Abo-Gebühren und sind damit am unabhängigsten von Einschaltquoten. Auch sie unterliegen nicht der Prüfung durch die FCC.
Nicht nur Comedyserien werden seit Neuestem von AMC produziert, sondern auch eine Vielzahl neuer Dramaprojekte werden aktuell vom US-Kabelsender realisiert. Insgesamt neun frische Ideen für Drama-Serien sollen in nächster Zeit bei AMC zu sehen sein. Eine dieser Ideen ist «Area 51» von «Akte X»-Schöpfer Chris Carter, der zusammen mit Gale Anne Hurd («The Walking Dead») auch als Executive Producer tätig ist. Die Serie ist als zeitgenössischer Verschwörungsthriller geplant, der von der Geschichte Amerikas berühmtester Militäreinrichtung handelt und basiert auf einem Bestseller von Annie Jacobson. Mit dem aktuellsten Thema kann dagegen «Police State» aufwarten, dass sich mit der Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht der Kaufhaus-Wachmann Ollie, der von der NSA rekrutiert wird. Die Geschichten stammen von Autor und Executive Producer Michael Tolkin. Französische Einflüsse hat hingegen die Politik-Serie «Kingmakers» von Tom Kelly, ebenfalls Autor und Executive Producer in Personalunion, welches auf der Serie «Les hommes de l’ombre» basiert.

«Bombingham» lässt den fragilen Frieden zwischen Schwarzen und Weißen in Birmingham, Alabama ins Wanken geraten. Ein Mörder aus dem Jahr 1963 wird entdeckt und böses Blut aus Zeiten der Bürgerrechtsbewegung kommt erneut auf. Alexander Woo zeichnet als Autor und Executive Producer für die Serie verantwortlich. Mit «The Sparrow» präsentiert AMC auch etwas für Drama-Fans mit SiFi-Vorliebe. Die Serie erzählt von der von Jesuiten geführten Mission Erstkontakt mit Außerirdischen herzustellen. Um einen ungewöhnlichen Haushalt geht es in der Serie «Jerry’s World», in der die Künstlerin Dinah mit ihrem Freund, dessen Tochter und ihrem alzheimerkranken Vater eine WG gründet. Sie stammt aus der Feder von Jan Oxenberg. Neues gibt es auch von «Masters of Sex»-Autorin Amy Lippman, die in «Paradise Lost» von einer Gruppe Menschen, die sich aus der Gesellschaft zurückzieht um ihre Kinder in einer eigenen Gemeinschaft zu erziehen, erzählt.

Zusätzlich hat der US-Sender zwei weitere Projekte im Bereich Drama in der Pipeline, die im Rahmen sogenannter „First Look“-Verträge mit Produzenten entstehen. Einen dieser Verträge hat AMC mit «Alien»-Regisseur Ridley Scott ausgehandelt, der gemeinsam mit David Zucker das Buch „Strange Angel“ von George Pendle als Serie realisieren soll. Im Mittelpunkt steht der Pionier der Raketenentwicklung Jim Parsons. «Outer Darkness», ein Blick auf zeitgenössischen Exorzismus in einer Kleinstadt im amerikanischen Mittleren Westen, ist das Ergebnis eines weiteren Exklusivvertrags mit Stacey Sher («Pulp Fiction») und Michael Shamberg («Django Unchained»). Darüber hinaus hält AMC nun auch die Rechte an den Bestsellern „Somewhere East of Life“ von Brian Aldiss sowie „Silent History“, einem serialisierten iPad-/iPhone-Roman.
28.03.2014 15:43 Uhr  •  Christopher Schmitt Kurz-URL: qmde.de/69833