Pilawa: ‚«Wetten, dass..?» wird wieder zulegen'

Der zur ARD wechselnde Moderator moniert aber redaktionelle Fehler, die gemacht worden. Eine Mallorca-Ausgabe zum Beispiel hätte man sich lieber gespart.

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Der Klitschko-Kampf ist weltweit ein TV-Ereignis. In Großbritannien hat sich Boxnation die Rechte für den Fight gesichert, in Amerika hat sich HBO unter anderem gegen Showtime durchgesetzt und wird den Kampf live in seinem Nachmittagsprogramm zeigen.
Ab Januar wird Jörg Pilawa wieder Geld von der ARD beziehen, seinen Vertrag mit dem Zweiten hat der TV-Moderator, der zuletzt unter anderem «Rette die Million!» machte, nicht verlängert. In einem Interview mit dem Magazin „GQ“ hat er sich nun aber zu «Wetten, dass..?» geäußert, das er Spekulationen zufolge ebenfalls hätte übernehmen können, nachdem Thomas Gottschalk aufgehört hat. Dieser Kelch sei aber, so Pilawa nun, an ihm vorbeigegangen. Aus gutem Grund – nicht zuletzt wegen seiner eigenen Lebensplanung und weil man es mögen muss derart in öffentlichem Fokus zu stehen – habe er damals abgesagt.

Mit ihm wäre «Wetten, dass..?» aber wohl großflächiger umgekrempelt worden. «Wetten, dass..?» sei nunmal eine derart stark eingeführte Marke, dass man sich schwer tue die Sendung neu zu erfinden. „Deshalb hat man gesagt, man lässt es eigentlich so und macht nur ein paar Nuancen“, analysiert Pilawa und fügt an: „Ich glaube, dass das nicht funktioniert.“ Dennoch findet er Bewunderung für Markus Lanz, der seinen Aussagen nach alle paar Monate rausgeht und versucht, der Sendung einen neuen Anstrich zu geben.

Dabei seien die Fehler ganz klar auf redaktioneller Ebene gemacht worden. „Man hätte daraus vielleicht eine Challenge-Show machen müssen, man hätte über andere Formen der Einspieler nachdenken müssen“, sagt Pilawa. Auch von einem Mallorca-Special hätte er abgeraten und stattdessen vielleicht eine Ausgabe mit Kindern auf der Waldbühne in Berlin vorgeschlagen.

Trotz der Kritik gehöre Pilawa aber nicht zu den „Totengräbern“ des Formats. Er glaubt weiterhin an die Sendung. Sie brauche nur etwas Zeit, damit die Zuschauer sich an das Neue gewöhnen könnten.
10.10.2013 14:20 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/66669