Primetime-Check: Mittwoch, 26. Dezember 2012

«Tatort» oder «Traumschiff», was zog am zweiten Weihnachtstag mehr? Und wie erfolgreich feierte «Machete» seine Free-TV-Premiere?

Am zweiten Weihnachtstag erreichte das ZDF die meisten Zuschauer, wobei Das Erste hauchdünn auf dem zweiten Rang folgte: «Das Traumschiff» lockte 7,29 Millionen zum ZDF. Die Urlaubsserie erzielte somit tolle 22,0 Prozent insgesamt. Bei 1,74 Millionen 14- bis 49-Jährigen standen zudem gute 13,7 Prozent in der jungen Publikumsgruppe zu Buche. «Kreuzfahrt ins Glück» hielt im Anschluss 6,11 Millionen aller Zuschauer in seinem Bann, mit 22,3 Prozent lief es bei allen stattlich, bei den Jüngeren wurden 13,5 Prozent gemessen. 7,24 Millionen Fernsehende ab drei Jahren sahen hingegen zur besten Sendezeit den «Tatort» im Ersten. Dies kam einer Sehbeteiligung von sehr guten 21,8 Prozent gleich, das jüngere Publikum interessierte sich zu 16,7 Prozent für den Krimi. 2,12 Millionen 14- bis 49-Jährige schalteten ein.«Irene Huss, Kripo Göteburg» sprach anschließend 3,34 Millionen Menschen an, die Marktanteile betrugen mäßige 12,0 respektive 6,6 Prozent.

Sat.1 zeigte derweil die Free-TV-Premiere «Eat, Pray, Love», die 2,02 Millionen zum Einschalten brachte. Bloß enttäuschende 6,7 Prozent aller sahen das Selbstfindungsdrama, das es bei den Werberelevanten immerhin auf solide 10,6 Prozent schaffte. ProSieben brachte zum Abschluss der Feiertage eine doppelte Dosis an Action. Zunächst zog «Hancock» 2,00 Millionen Interessenten, also 6,1 Prozent des Gesamtpublikums, zum Münchener Sender. Bei den Umworbenen erkämpfte sich Will Smith in seiner Superheldenrolle passable 11,1 Prozent Marktanteil. Danach metzelte sich Danny Trejo als «Machete» zu guten 12,0 Prozent in der kommerziell wichtigen Zielgruppe. Der mexikanische Actionstar kam mit der Free-TV-Premiere der Robert-Rodriguez-B-Movie-Hommage auf 1,84 Millionen bluthungrige Fernsehkonsumenten beziehungsweise tolle 8,1 Prozent insgesamt.

RTL setzte ab 20.15 Uhr auf «Der Herr der Ringe – Die zwei Türme» und erzielte somit eine Reichweite von 1,91 Millionen Gesamtzuschauern. 1,35 Millionen der Fantasyfans befanden sich im werberelevanten Alter. Der Monumentalfilm kam mit 6,6 beziehungsweise 11,6 Prozent nicht einmal in die Nähe des Senderschnitts. Besinnlicher ging es zur besten Sendezeit bei RTL II zu, wo «Der Polarexpress» 2,01 Millionen Fernsehende ins Winterwunderland entführte. 10,1 Prozent der Jüngeren bedeuteten einen klaren Erfolg für den kleinen Privatsender. Anschließend kam auch der Animationsfilm «#9» mit einer Reichweite von 1,34 Millionen Gesamtzuschauern und 8,6 Prozent Zielgruppenmarktanteil auf ein löbliches Quotenniveau.

Die Familienkomödie «Mrs. Doubtfire» unterhielt ab 20.15 Uhr auf kabel eins 1,55 Millionen Zuschauer. Bei den Werberelevanten standen für die Robin-Williams-Maskerade gute 7,9 Prozent auf der Uhr. «Denn zum Küssen sind sie da» sank daraufhin auf 0,87 Millionen Interessenten insgesamt beziehungsweise 7,3 Prozent in der Zielgruppe. VOX kam mit seinen «Space Cowboys» auf 1,08 Millionen Komödienfans, ehe der Thriller «American Gangster» 0,68 Millionen TV-Konsumenten erreichte. Die Zielgruppenwerte betrugen enttäuschende 5,0 respektive 6,6 Prozent.
27.12.2012 09:28 Uhr  •  Sidney Schering Kurz-URL: qmde.de/61176