Zum zehnjährigen Jubiläum: Ellen DeGeneres erreicht mit ihrem täglichen US-Talk mehr Zuschauer denn je.
Ellen DeGeneres ist Star der mit zahlreichen Emmys bedachten 90er-Sitcom «Ellen», die Originalstimme der mit nur äußerst schwachem Erinnerungsvermögen gesegneten Fischdame Dory aus «Findet Nemo» und seit nunmehr zehn Jahren Moderatorin einer werktäglichen Talkshow. «The Ellen DeGeneres Show» (oft schlicht auf den Titel «Ellen» reduziert) diente als heimliches Vorbild für Thomas Gottschalks gescheitertes Talkexperiment «Gottschalk Live», doch was im ARD-Vorabendprogramm unterging, blüht in den USA derzeit regelrecht auf: Die im September gestartete zehnte Staffel holte neue Spitzenquoten und liegt im Schnitt derzeit deutlich über den bisherigen Staffelwerten.
Mutmaßten TV-Branchenkenner zunächst, dass «Ellen» vom im September sehr erfolgreich gestarteten Lead-In «Steve Harvey» profitieren wird, zeigen die bislang eingeholten Quoten, dass «Ellen» sowohl bei allen Zuschauern, als auch in besagter weiblicher Zielgruppe wesentlich stärker als das Vorprogramm ankommt. Der lockere Talk mit Ellen DeGeneres übertrumpft sein Lead-In – sowohl auf Stationen, wo «Steve Harvey» vorab gezeigt wird als auch auf anderen Sendern – um durchschnittlich 44 Prozent (insgesamt) beziehungsweise 50 Prozent (bei den 25- bis 54-jährigen Zuschauerinnen).