Primetime-Check: Freitag, 13. Januar 2012

Wie viele Menschen verfolgten den Einzug der Kandidaten ins RTL-Dschungelcamp? Konnte die dritte Live-Show von «The Voice of Germany» den Abwärtstrend der vergangenen Wochen stoppen?

Deutschland ist wieder im Dschungelfieber: 6,88 Millionen Zuschauer verfolgten ab 21:15 Uhr den Auftakt zur sechsten Staffel von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!». Davon gehörten 4,29 Millionen Menschen den Werberelevanten an, was einen fantastischen Marktanteil von 36,1 Prozent zur Folge hatte. Beim Gesamtpublikum verfehlte man mit 24,7 Prozent nur knapp die 25-Prozent-Marke. Bereits eine Stunde zuvor schaffte es Günther Jauch mit «Wer wird Millionär?», 6,11 Millionen Menschen zu unterhalten, was einen Marktanteil von 18,8 Prozent in der Zielgruppe und nahezu identische 18,5 Prozent insgesamt zur Folge hatte. Das sind zwar gute Werte, bei den Jungen musste sich Jauch aber ganz knapp «The Voice» geschlagen geben. Hier lag der entsprechende Marktanteil zwar genauso hoch, da die Laufzeiten der Formate aber unterschiedlich waren, platzierte sich die Castingshow mit 2,37 Millionen erreichten Werberelevanten hauchdünn vor Jauch mit 2,24 Millionen.

Das ZDF bot den Zuschauern zeitgleich eine neue Ausgabe vom «Staatsanwalt» (Foto) an. Über 4,94 Millionen Interessenten und einen Marktanteil von guten 14,9 Prozent wird man sich nicht beschweren können. In der Zielgruppe fuhr man zudem trotz starker Konkurrenz mit 0,86 Millionen Zuschauern und den dazugehörigen 7,2 Prozent akzeptable Werte ein. Eine Stunde später musste «SOKO Leipzig» dann leichte Einbußen hinnehmen. Die Folge "Jungegesellinnenabschied“ interessierte zur besten Sendezeit 4,84 Millionen Fernsehzuschauer, was 14,2 Prozent bei allen und 6,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe bedeutete. Das Erste unterhielt die Zuschauer währenddessen mit «Das Traumhotel – Brasilien». Mit 5,02 Millionen Zusehern und 14,9 Prozent insgesamt war man dem ZDF leicht überlegen. Die Wiederholung eines «Tatorts» aus dem Jahr 2010 musste anschließend deutlich abgeben. 3,18 Millionen Zuschauer brachten dem Sender 10,9 Prozent Marktanteil bei allen und unzureichende 4,8 Prozent in der Zielgruppe ein.

Bei ProSieben verlief der Abend allenfalls mäßig. Der knapp sechs Jahre alte Thriller «Déjá Vu – Wettlauf gegen die Zeit» unterhielt nur 2,03 Millionen Filmfans. In der Zielgruppe wurden unzureichende 10,4 Prozent ermittelt. Kabel eins und VOX hingegen bewiesen erneut, dass nur wenig Interesse an US-Krimis zum Wochenausklang besteht. So begeisterte «Castle» ab 20:15 Uhr nur 0,82 Millionen Menschen. Eine Stunde später verlor eine Folge «Criminal Minds» sogar noch leicht. Aus 0,80 Millionen ergaben sich absolut unzufriedenstellende 3,7 Prozent. Die Ermittler des «CSI» in Miami und Las Vegas erreichten zeitgleich zwar mehr Menschen, zufrieden können die Verantwortlichen von VOX aufgrund des höher liegenden Senderschnitts aber trotzdem nicht sein. Unzureichende 1,39 Millionen bzw. 1,33 Millionen Interessenten schauten in der Zielgruppe zu. Daraus resultierten maue 5,9 bzw. 4,9 Marktanteil bei den Werberelevanten. RTL II setze hingegen auf ein ganz anderes Genre: Der zehn Jahre alte Horrorfilm «Pakt der Wölfe» zog 1,30 Millionen Menschen in seinen Bann. Erreicht wurden leicht überdurchschnittliche 6,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen.
14.01.2012 09:49 Uhr  •  David Grzeschik Kurz-URL: qmde.de/54353