Nur wenige sehen den «Filmpreis 2011»

Beim Publikum ist «Der Deutsche Filmpreis 2011» kaum ein Thema gewesen. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die ohnehin schlechten Quoten noch weiter gesunken.

Zum 61. Mal ist am Freitagabend der deutsche Filmpreis verliehen worden. Die Gala startete um 18.30 Uhr, im Fernsehen folgte die Ausstrahlung knapp vier Stunden später. Zu den Gewinnern gehört «Vincent will Meer», das Roadmovie von Ralf Huettner wurde als bester deutscher Film ausgezeichnet. Der Filmpreis in Silber ging an die Komödie «Almanya – Willkommen in Deutschland», der in Bronze an das RAF-Drama «Wer wenn nicht wir».

Wie in den vergangenen Jahren hielt sich das Zuschauerinteresse allerdings in Grenzen. Insgesamt schalteten nur 1,56 Millionen ein, was einem Marktanteil von geringen 8,0 Prozent entsprach. Im letzten Jahr lag die Reichweite noch bei 2,16 Millionen Zuschauern. Und auch beim jungen Publikum lockte die Preisverleihung nur wenige zum ZDF. Die Reichweite bei den 14- bis 49-Jährigen belief sich auf 0,50 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei schwachen 5,6 Prozent.

Gute Quoten erzielten im Vorfeld dagegen die Krimiserien «Der Alte» und «Flemming». Beim Gesamtpublikum waren 4,98 bzw. 4,73 Millionen Zuschauer dabei, was Marktanteile von bis zu 16 Prozent bedeutete. Weniger prächtig lief es bei den Jüngeren, hier reichte es nur für mäßige 6,7 bzw. 6,5 Prozent. Im Schnitt schalteten jeweils rund 0,80 Millionen 14- bis 49-Jährige ein.
09.04.2011 09:59 Uhr  •  Andreas Markhauser Kurz-URL: qmde.de/48907