Primetime-Check: Donnerstag, 20. Mai 2010

Wie schnitt Eckart von Hirschhausens «Deutschlands größter Gedächtnistest» gegen das Champions-League-Finale der Frauen ab? Konnte «Flashpoint» bei RTL II bessere Quoten holen?

5,20 Millionen Zuschauer hatte die zweite Ausgabe des von Eckart von Hirschhausen moderierten «Deutschlands größter Gedächtnistest». Das Erste führte damit die Reichweiten-Rangliste an, denn mit 16,8 Prozent Markanteil aller Zuschauer konnte der Show im Ersten keine andere Sendung das Wasser reichen. Im Gesamtpublikum stimmten also die Quoten für Hirschhausen, der das ARD-Format von dem zum ZDF gewechselten Jörg Pilawa geerbt hat. Aber nur 870.000 junge Zuschauer konnten begeistert werden, der Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen lag bei 6,8 Prozent. Im ZDF lief zeitgleich das Fußball-Champions-League-Finale der Frauen. Für die Sendung «ZDF Sportextra» begeisterten sich jedoch nur 3,97 Millionen Bundesbürger. Der Mainzer Sender verbuchte mit der Übertragung 14,2 Prozent Marktanteteil im Gesamtpublikum. Allerdings schauten mehr junge Menschen zu als beim Ersten. 890.000 Werberelevanten verfolgten den Turniersieg von Turbine Potsdam und brachten dem ZDF immerhin 7,5 Prozent Marktanteil ein. Genau 3,59 Millionen Zuschauer insgesamt hatte «Alarm für Cobra 11 – die Autobahnpolizei» mit einer Wiederholung. 11,9 Prozent Marktanteil waren bei den Zuschauern ab 3 Jahren sicher, was ein eher schwacher Wert der Actionserie darstellte. Denn auch in der wichtigen Zielgruppe lag «Alarm für Cobra 11» deutlich unter dem Senderschnitt. 1,91 Millionen Junge sorgten bloß für 15,8 Prozent Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen.

Auch nicht besser lief im Anschluss «CSI: Den Tätern auf der Spur», was eine Reichweite von 3,45 Millionen Zuschauer insgesamt vorzuweisen hatte. 14,8 Prozent Markanteil der Werberelevanten war für RTL ebenfalls ein wenig zufriedenstellender Wert. Immerhin konnten 70.000 Zuschauer aus dem jungen Publikum hinzugewonnen werden, denn ab 21.15 Uhr schauten 1,98 Millionen der Begehrten den Kölner Sender. Der Tagessieg in der Zielgruppe damit klar an «Germany’s next Topmodel» auf ProSieben, dessen Ergebnis aber auch nicht die größte Feierlaune in Unterföhring heraufbeschwören dürfte, handelt es sich bei den 17,8 Prozent Marktanteil des jungen Publikums doch eher für eine schwächeren Wert in der aktuellen Staffel. 2,25 Millionen aus der werberelevanten Zielgruppe hatte zugeschaut, insgesamt waren es 2,98 Millionen Bundesbürger gewesen, die sich für Heidi Klums Topmodels interessiert hatten. Sat.1 versuchte es indes mit «Asterix & Obelix: Mission Kleopatra», was aber nicht zündete. 2,46 Millionen Zuschauer sahen den Kult-Film. Doch nur 11,6 Prozent Marktanteil wurden in der Zielgruppe erreicht. 1,48 Millionen Junge schalteten den Bällchensender ein. Im Gesamtpublikum hatte Sat.1 8,0 Prozent Marktanteil erreicht, was ebenfalls keinen guten Wert darstellt.

Mit «Braveheart» war VOX in der Primetime abermals erfolgreich: 1,67 Millionen Zuschauer schalten ab 20.15 Uhr ein. Darunter waren 1,19 Millionen junge Menschen, die VOX mit dem US-Blockbuster sehr gute 10,2 Prozent Marktanteil einbrachten. Auch die dritte Folge von «Flashpoint» bei RTL II brachte wenig Besserung hinsichtlich der Einschaltquoten. Denn die Werte waren im Vergleich zur letzten Woche ähnlich. 5,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe waren für die kanadische Serie zu wenig, man liegt weiter unter dem Senderschnitt. 680.000 junge Menschen interessierten sich noch für die dritte Episode beim Münchner Sender. Insgesamt wurden 1,02 Millionen Zuschauer gezählt. Besser machte es der «Frauentausch». Die Reichweite konnte eine Stunde später auf 1,52 Millionen Zuschauer gesteigert werden. Auch beim werberelevanten Publikum kletterten die Marktwerte um einige Punkte nach oben: 8,0 Prozent Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen konnten sich sehen lassen. 950.000 von ihnen schauten zu. Die kabel eins-Serien wurden indes eher abgeschaltet. Eine Doppelfolge «Numb3rs – Die Logik des Verbrechens» brachte schwache Werte: 4,7 und 4,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe waren keine guten Werte. Die beiden Episoden hatten auch nur 900.000 bzw. 880.000 Zuschauer gefunden. Noch schlechter lief es mit «The Unit» und «Jericho», die nur 2,6 und 2,8 Prozent Marktanteil der Werberelevanten vorzuweisen hatten und über 510.000 und 330.000 Zuschauer nicht hinaus kamen.
21.05.2010 09:35 Uhr  •  Jürgen Kirsch Kurz-URL: qmde.de/42115