Der Fernsehfriedhof: Dunkle Zeiten für Kerkeling

Quotenmeter.de erinnert an all die Fernsehformate, die längst im Schleier der Vergessenheit untergegangen sind. Folge 57: Hapes erste Gameshow.

Liebe Fernsehgemeinde, heute gedenken wir einer der wenigen Spielshows von Hape Kerkeling.

«Zappenduster» wurde am 14. Januar 1997 in der ARD geboren und entstand rund ein Jahr nach Kerkelings Rückkehr zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Nach seinem kurzen, erfolglosen Ausflug zu RTL mit der Show «Chesse» befand sich seine Karriere damals an einem Tiefpunkt und auch seine Comeback-Show «Warmumsherz» scheiterte. Der Entertainer ging daher auf Nummer sicher und entschied sich für die Adaption des britischen Formates «In The Dark» und damals erstmals für die Moderation einer Gameshow.

In der Show mussten sich die Kandidaten in stockfinsteren Räumen bewegen und in dieser absoluten Dunkelheit verschiedene Aufgaben lösen. So galt es beispielsweise einen Weihnachtsbaum zu schmücken, einen Drink zu mixen oder eine Wand zu tapezieren. Gefilmt wurde das Geschehen mit Spezialkameras, die es möglich machten das hilflose Treiben trotz der Finsternis zu sehen. Jeweils drei Kandidatenpaare spielten in verschiedenen Runden um eine Reise gegeneinander.

Zu sehen war die 45-minütige Sendung am Dienstagabend um 21.05 Uhr. Zwar schaffte es Kerkeling stets das richtige Maß an Schadenfreude zu bewahren, doch die ähnlichen Abläufe nutzten sich schnell ab. Die Show wurde erneut zu keinem großen Erfolg und Kerkeling hatte nun drei Fehlschläge in Folge präsentiert.

«Zappenduster» wurde im April 1995 beerdigt und erreichte ein Alter von 13 Folgen. Die Show hinterließ den Moderator Hape Kerkeling, der sein Glück im Mai 1999 mit einer eigenen Comedyserie versuchte und mit dieser erneut scheiterte.

Möge die Show in Frieden ruhen!

Die nächste Ausgabe des Fernsehfriedhofs erscheint am kommenden Donnerstag und widmet sich dann der fehlgeschlagenen Sitcom mit Hape Kerkeling.
15.10.2009 09:35 Uhr  •  Christian Richter Kurz-URL: qmde.de/37844