Handball gegen Europa League – wer entschied das Sportduell für sich?

Sportlich setzten sich die deutschen Handballer durch. Allerdings bekam die Mannschaft später Konkurrenz: RTL stieg um 20.15 Uhr mit seiner Europa-League-Übertragung ein.

Am Donnerstagabend, den 5. November 2026 kam es im Free-TV zu einem direkten Sportduell zwischen ProSieben und RTL. ProSieben übertrug ab 20.30 Uhr den Auftakt der deutschen Handball-Nationalmannschaft in die Qualifikation für die «Handball-Europameisterschaft» 2028. In der ausverkauften Berliner Uber Arena traf das Team von Bundestrainer Alfred Gislason auf Belgien und setzte sich nach einer zunächst umkämpften ersten Halbzeit letztlich deutlich mit 42:32 (22:18) durch. Allerdings bekam die Mannschaft später Konkurrenz: RTL stieg um 20.15 Uhr mit seiner Europa-League-Übertragung ein, der Anpfiff in Leverkusen erfolgte um 21.00 Uhr.

Die Handball-Übertragung erreichte insgesamt 0,90 Millionen Zuschauende und einen Marktanteil von höchstens durchwachsenen 4,0 Prozent - man verfehlte die Millionen-Marke. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,28 Millionen Interessierte und zumindest passabel überdurchschnittliche 8,3 Prozent gemessen. Die zweite Hälfte hielt die Gesamtbeteiligung schließlich exakt gleich, während bei den Jüngeren leichte Erhöhungen auf 0,31 Millionen zu 8,5 Prozent möglich waren. Übergeordnet Zahlen, die sicher kein Reißer waren, mit denen ProSieben aber immerhin auskommen konnte. Der Zielgruppen-Sieg ging vor diesem Hintergrund dennoch klar an RTL verloren.

Im Anschluss setzte ProSieben ab 22.16 Uhr auf «Darüber staunt die Welt – Die unglaublichsten Sportpannen». Die Rankingshow widmete sich den kuriosesten Missgeschicken aus der Welt des Sports: Nach dem langen Handballabend stellte sich die Frage, wie viele Zuschauer noch für die humorvolle Nachbetrachtung dranblieben. Insgesamt schalteten 0,23 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei richtig schlechten 2,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden bloß 0,07 Millionen und üble 4,1 Prozent gemessen - entsprechend kein gelungenes Lead-Out.

Auch RTL setzte auf Live-Sport: Dort wurde um 21.00 Uhr die «UEFA Europa League» mit der Begegnung Bayer Leverkusen – Olympique Marseille angepfiffen. Die Werkself war nach drei Siegen in den ersten drei Ligaphasen-Partien mit einer makellosen Bilanz in das Heimspiel gegangen und wollte gegen die Franzosen den vierten Erfolg nachlegen. Doch daraus wurde nichts: Leverkusen unterlag mit 0:1 und musste damit erstmals in dieser Europa-League-Saison Punkte abgeben. Die RTL-Übertragung mit Moderatorin Laura Papendick, Experte Lothar Matthäus und Kommentator Wolff-Christoph Fuss erreichte insgesamt zunächst 1,75 Millionen Zuschauende und mäßig passable 8,0 Prozent Marktanteil. Von den 14- bis 49-Jährigen waren es überdurchschnittlichere 0,55 Millionen und richtig gute 15,2 Prozent. Die zweite Hälfte bestätigte diesen Zielgruppen-Umfang exakt, wodurch sich der Anteil auf klasse 19,5 Prozent anheben ließ. Die Gesamtzuschauerschaft steigerte sich auf 1,95 Millionen und nun erfreulich zweistellig gewordene 12,1 Prozent. Unterm Strich waren es insgesamt zufriedenstellende, bei den Jüngeren gar dominante Zahlen.
06.11.2026 08:53 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/177297