Eine neue Dokumentation beleuchtet den jahrelangen Machtkampf zwischen den Eigentümern des englischen Fußballclubs und seinen Fans.

Der Aufstieg in die Premier League sollte für den englischen Fußballverein Blackpool FC zum Beginn einer erfolgreichen Zukunft werden. Stattdessen entwickelte sich aus dem sportlichen Höhenflug ein jahrelanger Konflikt zwischen den Clubbesitzern und den eigenen Anhängern. Mit
«Don’t F*** with Fans» widmet sich Sky diesem außergewöhnlichen Kapitel der englischen Fußballgeschichte. Die einstündige Dokumentation feiert am Samstag, den 21. November 2026, bei Sky Documentaries und dem britischen Streamingdienst NOW Premiere. Regie führte der dreifache BAFTA-Preisträger James Newton, der bereits mit «Grenfell: The Untold Story» und «Gun No 6» auf sich aufmerksam machte.
Im Mittelpunkt steht die Familie Oyston, die Blackpool FC über viele Jahre kontrollierte. Als sie den Verein übernahm, spielte dieser noch in den unteren Ligen des englischen Fußballs. Unter Trainer Ian Holloway gelang 2010 jedoch der überraschende Aufstieg in die Premier League. Der Erfolg brachte dem Club nach damaligen Angaben rund 90 Millionen Pfund ein. Doch schon bald stellten sich Fragen, wie die zusätzlichen Einnahmen verwendet wurden. Während die Mannschaft sportlich wieder abstürzte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Eigentümern und den Anhängern zunehmend.
Aus der Unzufriedenheit entwickelte sich eine Protestbewegung, die weit über gewöhnliche Fanaktionen hinausging. Anhänger organisierten Boykotte, griffen zu ungewöhnlichen Protestmethoden und führten über Jahre einen erbitterten Kampf gegen die Vereinsführung. Der Konflikt wurde zunehmend persönlich und belastete sowohl die Beteiligten als auch das Umfeld des Clubs. Schließlich musste die Familie Oyston die Kontrolle über Blackpool FC abgeben. Die Dokumentation zeichnet nach, wie aus einer Gruppe gewöhnlicher Fußballfans eine Bewegung wurde, die die Eigentumsverhältnisse ihres Vereins verändern konnte.
Für den Film kommen zahlreiche Beteiligte selbst zu Wort. Neben dem ehemaligen Vereinsvorsitzenden Karl Oyston und seinem Vater Owen Oyston äußern sich auch der frühere Trainer Ian Holloway, ehemalige Spieler und Mitglieder der Fanbewegung. Die Produktion möchte damit unterschiedliche Perspektiven auf den Konflikt eröffnen und zeigen, welche persönlichen, emotionalen und finanziellen Folgen der jahrelange Streit hatte. Gleichzeitig geht es um die Frage, welche Bedeutung ein Fußballverein für seine Stadt besitzt und wie weit Anhänger gehen können, wenn sie dessen Zukunft gefährdet sehen.
Hinter «Don’t F*** with Fans» steht die Produktionsfirma South Shore Productions, die unter anderem für «Freddie Flintoff’s Field of Dreams» verantwortlich zeichnet. James Newton übernahm neben der Regie auch die Kameraarbeit. Als Executive Producer fungieren Andrew Mackenzie-Betty und Kevin Sutcliffe. Bei Sky verantworteten unter anderem Hayley Reynolds als Head of Documentary Commissioning und Jo Hughes als Commissioning Editor das Projekt.