Netflix dreht Komödie über eine der größten Umweltkatastrophen Spaniens

In «Chapapote» wird die Ölkatastrophe vor Galicien zum Ausgangspunkt einer ungewöhnlichen Geschichte über wirtschaftliche Verzweiflung.

Der Streamingdienst Netflix hat den Drehstart für die spanische Komödie «Chapapote» bekannt gegeben. Regie führt Daniel Sánchez Arévalo, der bereits mit Produktionen wie «Seventeen» und «Band Together» auf sich aufmerksam machte. Die Hauptrolle übernimmt Tamar Novas, der unter anderem aus «Das Meer in mir» und der Netflix-Serie «Gangs of Galicia» bekannt ist. Produziert wird der Film von Bambú Producciones. Ein Veröffentlichungstermin steht bislang nicht fest.

Die Handlung spielt im Jahr 2002 und greift die tatsächliche Ölkatastrophe des Tankers Prestige auf. Nachdem das Schiff vor der galicischen Küste auseinandergebrochen ist, werden zahlreiche Strände durch ausgelaufenes Schweröl verschmutzt. Ausgerechnet der Strand des kleinen Ortes Agarimo bleibt jedoch verschont. Was zunächst wie ein Glücksfall erscheint, entwickelt sich für die Einwohner zu einem wirtschaftlichen Problem. Die Fischer dürfen nicht mehr aufs Meer hinausfahren, staatliche Hilfen bleiben aus und auch die Tausenden Freiwilligen, die in den betroffenen Nachbarorten bei den Aufräumarbeiten helfen, machen um Agarimo einen Bogen. Während die Geschäfte leer bleiben und die wirtschaftliche Existenz des Ortes zunehmend bedroht ist, entwickeln die Bewohner einen ebenso absurden wie verzweifelten Plan: Wenn die Ölpest nicht von selbst an ihren Strand gelangt, müssen sie eben dafür sorgen, dass sie dorthin kommt.

Neben Tamar Novas gehören Carlos Blanco («Der Fall Asunta»), María Vázquez («Matria»), Alexandra Jiménez, Irene Arcos und Fer Fraga zum Ensemble. Einen besonderen Gastauftritt absolviert Antonio Durán, genannt Morris, der unter anderem aus der spanischen Krimiserie «Fariña» bekannt ist. Die ursprüngliche Filmidee stammt von Ramón Campos, der gemeinsam mit Daniel Sánchez Arévalo auch das Drehbuch verfasste. Campos fungiert darüber hinaus als ausführender Produzent. Für die Kameraarbeit ist Rafa García verantwortlich, während Federico Jusid die Filmmusik komponiert.

Hinter dem Projekt steht die Produktionsfirma Bambú Producciones, die seit ihrer Gründung im Jahr 2008 zahlreiche international erfolgreiche spanische Serien entwickelt hat. Zum Portfolio gehören unter anderem «Grand Hotel», «Velvet», «Las chicas del cable» und «Der Fall Asunta». Darüber hinaus produzierte das Unternehmen Filme wie «Malasaña 32» und «A Widow's Game».


04.11.2026 00:08 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/177183