Die neue Staffel der SWR-Reihe startet Mitte November und erzählt von familiären Konflikten, ungewöhnlichen Begegnungen und dem Leben auf dem Land.

Der Südwestrundfunk setzt seine Nachwuchsfilmreihe „Debüt im Dritten“ im November und Dezember 2026 mit fünf neuen Spielfilmen fort. Die Staffel startet mit
«Es geht um Luis» von Lucia Chiarla. Im Mittelpunkt stehen Constanze und Jens, deren ohnehin angespannter Familienalltag aus dem Gleichgewicht gerät, als ihr Sohn Luis wegen seines Einhorn-Rucksacks in der Schule gemobbt wird. Während die Eltern versuchen, ihren Sohn zu schützen, geraten sie zunehmend in einen Konflikt zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihren eigenen Überzeugungen. Die Regisseurin adaptierte für ihren zweiten Spielfilm ein Theaterstück von Paco Bezerra und verlegte einen Großteil der Auseinandersetzungen in das Taxi von Jens. Der begrenzte Raum verstärkt die Spannungen zwischen den Figuren und sorgt zugleich für tragikomische Situationen.
Am 22. November um 22.45 Uhr folgt
«Tage mit Naadirah» von Josephine Frydetzki. Der Film erzählt von Chauffeur Daniel, dessen eingefahrene Vorstellungen durch die Begegnung mit der selbstbewussten Katarerin Naadirah ins Wanken geraten. Im Zentrum stehen persönliche Freiheit, gesellschaftliche Erwartungen und die Frage, wie viel Mut es braucht, eigene Entscheidungen zu treffen.
Eine Woche später, am 29. November um 22.45 Uhr, zeigt der SWR
«Milch ins Feuer». Justine Bauer erzählt in ihrem Spielfilmdebüt von einem Sommer in der Region Hohenlohe. Die Geschichte begleitet junge Frauen, deren Alltag von landwirtschaftlicher Arbeit, familiären Verpflichtungen und der Frage nach ihrer Zukunft geprägt ist. Der Film setzt auf eine ruhige, poetische Erzählweise, zahlreiche Außenaufnahmen und den hohenlohischen Dialekt. Dabei geht es auch um die schwierige wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation der Landwirtschaft.
Deutlich skurriler wird es am 6. Dezember um 22.45 Uhr mit
«Holy Meat». Regisseurin Alison Kuhn verbindet in ihrer absurden Komödie eine dörfliche Passionsaufführung mit einem ungewöhnlichen Neuanfang. Ein aus Dänemark eingewanderter Pfarrer, ein in der Hauptstadt in Ungnade gefallener Theaterregisseur und eine Metzgerin wider Willen treffen in einem Dorf aufeinander. Ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe geraten zunehmend durcheinander, bis die geplante religiöse Inszenierung schließlich in einem blasphemischen Rave endet.
Den Abschluss bildet
«Im Rosengarten» von Leis Bagdach. Der Film läuft in der Nacht von Donnerstag, 17. Dezember, auf Freitag, 18. Dezember 2026, um 0.15 Uhr im SWR Fernsehen. Im Mittelpunkt steht der Rapper Yak, der sich in einer persönlichen Krise befindet und plötzlich Verantwortung für seine bislang unbekannte Halbschwester Latifa aus Syrien übernehmen muss. Auf der Suche nach einer Lösung reisen die beiden durch die Provinz. Dabei wird Yak mit seiner Familiengeschichte, seinen unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und gescheiterten Beziehungen konfrontiert. Der Film verbindet eine melancholische Erzählung mit musikalischen Elementen.