Das Unternehmen verbuchte deutlich steigende Kinoeinnahmen, dennoch ging der Umsatz mit Content-Verkäufen zurück.

Der Kabelnetzbetreiber Comcast hat in Philadelphia die aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. In den Monaten Juli, August und September verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von 29,298 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum wurden 31,198 Milliarden US-Dollar umgesetzt, das entspricht einem Minus von 6,1 Prozent. Der Gewinn vor Steuern fiel um 22 Millionen US-Dollar auf 4,446 Milliarden US-Dollar, der Konzernüberschuss stieg hingegen von 3,249 auf 3,362 Milliarden US-Dollar.
Der auf die Comcast-Aktionäre entfallende Gewinn stieg unterdessen um 3,5 Prozent von 3,332 auf 3,448 Milliarden US-Dollar. Die Abweichung zum Konzernüberschuss erklärt sich durch die herausgerechneten Verlustanteile anderer Gesellschafter an konsolidierten Tochterunternehmen. Bereinigt um Sondereffekte sank der Comcast zurechenbare Gewinn hingegen um 7,3 Prozent auf 3,824 Milliarden US-Dollar. Auch beim Umsatz lohnt sich die Unterscheidung: Unter Berücksichtigung der Versant-Abspaltung und des Verkaufs von Sky Deutschland ergibt sich auf vergleichbarer Basis ein leichtes Plus von 0,5 Prozent.
Peacock legte im dritten Quartal deutlich zu: Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf 48 Millionen, der Umsatz erhöhte sich von rund 1,4 auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Zugleich erzielte der Streamingdienst zum zweiten Mal in Folge ein positives bereinigtes EBITDA. Nach einem Verlust von 217 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal stand nun ein Plus von 261 Millionen US-Dollar zu Buche – eine Verbesserung um 478 Millionen US-Dollar. Als Wachstumstreiber nennt Comcast höhere durchschnittliche Erlöse je Abonnement und die gestiegene Kundenzahl.
Im Bereich Content & Experiences verbesserte sich der Umsatz um 6,5 Prozent auf 10,537 Milliarden US-Dollar, der Gewinn vor Steuern legte um 29,3 Prozent auf 1,800 Milliarden US-Dollar zu. Der Werbeumsatz verbesserte sich ohne die FIFA-Weltmeisterschaft von 1,556 auf 1,560 Milliarden US-Dollar, einschließlich der Fußballübertragungen wurde ein Ergebnis von 1,783 Milliarden US-Dollar verbucht. Die Erlöse aus Distributionsrechten stiegen von 1,690 auf 2,069 Milliarden US-Dollar, die internationalen Networks verbesserten sich von 1,239 auf 1,270 Milliarden US-Dollar. Im Media-Bereich wuchs der Gewinn von 247 auf 769 Millionen US-Dollar.
Mithilfe von «The Odyssey» und «Minions & Monsters» wuchsen die Kinoeinnahmen von 0,639 auf 1,129 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit dem Contentvertrieb schrumpfte allerdings von 2,035 auf 1,553 Milliarden US-Dollar. Im dritten Quartal sank der Studio-Umsatz von 3,000 auf 2,967 Milliarden US-Dollar, beim Gewinn vor Steuern blieben 402 Millionen US-Dollar übrig. In den Monaten Juli, August und September 2025 wurden 339 Millionen US-Dollar eingefahren. Der Umsatz der Themenparks schrumpfte von 2,717 auf 2,597 Milliarden US-Dollar, der Gewinn ging von 0,940 auf 0,780 Milliarden US-Dollar zurück.
Im Bereich „Connectivity & Platforms“ schrumpfte der Comcast-Umsatz von 20,212 auf 19,663 Milliarden US-Dollar, der Gewinn ging von 7,938 auf 7,588 Milliarden US-Dollar zurück. Die Zahl der Kundenbeziehungen sank von 48,120 auf 47,751 Millionen.