«Sommer auf Asphalt» gedrosselt unterwegs

Die Frage war, ob die prominent besetzte Tragikomödie vielleicht gen fünf Millionen tendieren konnte.

Das Erste setzte am Mittwochabend auf die Tragikomödie «Sommer auf Asphalt» mit Mala Emde und Christoph Maria Herbst. Die Messlatte lag hoch: Der ARD-Psychothriller «Frau ohne Namen» hatte am Mittwoch zuvor 5,36 Millionen Zuschauer und bockstarke 26,1 Prozent Marktanteil erreicht. Konnte die neue Tragikomödie an dieses Interesse anknüpfen oder fiel das Publikum bei der leichteren Erzählweise spürbar kleiner aus?

Auf jeden Fall letzteres: Insgesamt schalteten nämlich 2,80 Millionen Interessierte ein, die einen Marktanteil von passablen, aber unspektakulären 13,2 Prozent hervorbrachten. Für die Öffentlich-Rechtlichen sind Reichweiten unter drei Millionen eher als mäßige Tendenz zu werten, gerade weil viele Filme es über vier und fünf Millionen schaffen. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden immerhin 0,28 Millionen und ziemlich solide 8,1 Prozent gemessen - damit lag man in dieser Kategorie zumindest noch vor Masked Singer von der Reichweite her. Um 21.45 Uhr folgte «Plusminus» mit Anna Planken. Das Wirtschaftsmagazin beschäftigte sich unter anderem mit möglichen Betrugsfällen bei Zuschüssen der Pflegekassen. Insgesamt sank die Sendung dergestalt auf 2,09 Millionen Zuschauende und mittelprächtige 11,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es nur noch 0,15 Millionen und spärliche 4,5 Prozent.

Um 22.15 Uhr informierten die «Tagesthemen» über die wichtigsten Entwicklungen des Tages. Das Nachrichtenmagazin kam auf 1,72 Millionen Newskonsumenten insgesamt, durch die die Prozentrelation zumindest konstant gehalten wurde auf 11,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es sogar wieder ein Stück erhöhte 0,24 Millionen und vernünftige 8,6 Prozent. Ab 22.50 Uhr zeigte Das Erste «Im Ernstfall verletzlich – Wie krisenfest sind unsere Krankenhäuser?». Die Dokumentation beleuchtete, wie gut deutsche Kliniken auf Krisen wie Hochwasser, extreme Hitze, Hackerangriffe, Terror, Sabotage oder einen möglichen NATO-Bündnisfall vorbereitet sind. Insgesamt interessierte dies lediglich 0,80 Millionen, der Marktanteil betrug schlechte 6,7 Prozent. Von den 14- bis 49-Jährigen wurden sehr niedrige 0,10 Millionen und graue 5,2 Prozent gemessen.
22.10.2026 08:55 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/176761