ARD schiebt kurzfristig Reportage über russische Ukraine-Helfer ein

Kurzfristig wird umgestellt - und das wohl aus gutem Grund: Bei der Produktion, die stattdessen gezeigt wird, handelt es sich um eine Undercover-Reportage, die heikel ist für die Beteiligten.

Eigentlich sollte an diesem Abend (19. Oktober 2026) im Ersten die Dokumentation «Der Drohnenkrieg in Russland» ab 22.50 Uhr ausgestrahlt werden. Kurzfristig wird diese Programmierung aber nun nochmal umgestellt - und das wohl aus gutem Grund: Denn bei der Produktion, die stattdessen gezeigt wird, handelt es sich um eine Undercover-Reportage, die heikel ist für die Beteiligten. Konkret geht es um zwei russische Männer, die sich als Patrioten ausgeben, aber heimlich für die Ukraine Arbeiten.

Sie gewähren in der Dokumentation «Schattenkrieger – Russen helfen der Ukraine» seltene Einblicke in einen unsichtbaren Krieg aus Spionage, Sabotage und Verrat – mitten in Russland. Am 19. Oktober 2026 ab 6.00 Uhr kann die Doku in der ARD Mediathek abgerufen und ab 22:45 Uhr im Ersten angeschaut werden. Es handelt sich um eine Produktion von BBC Eye und NDR.

Zwei Jahre lang begleitete der polnische Journalist Marcin Mamon ihre Geschichte. Er taucht ein in eine Schattenwelt aus Informanten, Doppelagenten und Geheimdienstoperationen. Doch je tiefer er eindringt, desto drängender wird die Frage: Wer sagt die Wahrheit? Und wer benutzt wen?

Er trifft Russe Ivan, der eigentlich anders heißt und aussieht als dargestellt. Er sagt, er liebe sein Land – und wolle Putin stürzen. Dafür arbeitet er nach eigenen Angaben heimlich mit dem ukrainischen Geheimdienst zusammen. Die Ziele: russische Militäranlagen und Infrastruktur. Seine Botschaft: Wer Russland retten will, muss der Ukraine zum Sieg verhelfen. Zwei Jahre steht Ivan mit Marcin Mamon in Kontakt. Sie schreiben und treffen sich, Ivan schickt Videos seiner Aktivitäten aus Russland.

Dann trifft Mamon auf Foma. Auch er ist Russe, lebt jedoch im polnischen Exil. Von dort organisiert er ein Netzwerk freiwilliger Helfer, die hochrangige russische Militärs observieren – im Auftrag des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR. Im Dezember 2025 wird ein russischer General bei einem Attentat getötet. Welche Rolle spielen Ivan und Foma Männer tatsächlich in diesem geheimen Krieg?

Ob die beiden Männer tatsächlich alle Operationen durchgeführt haben, von denen sie berichten, lässt sich nicht abschließend überprüfen. Dafür geben sie zu wenige Details preis – aus Sorge um ihre eigene Sicherheit und die Geheimhaltung ihrer Aktivitäten.
19.10.2026 08:34 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/176664