Primetime-Check: Samstag, 17. Oktober 2026

Immer wieder erstaunlich: RTL siegt bei den Jüngeren mit einem ollen Potter-Schinken. Nicht minder verwunderlich: RTLZWEI und Kabel hinter Neo.

Aber von vorn: Führende Zuschauerzahlen am Samstag für das Zweite Deutsche Fernsehen mit neuem Krimistoff: Die Reihe «Friesland» erreichte insgesamt stattliche 5,72 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil belief sich auf sehr dominante 26,3 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden zumindest 0,33 Millionen gemessen, was einem Marktanteil von immerhin soliden 9,1 Prozent entsprach.

Musik-Programm lieferte gestern das Erste mit «10 Jahre Schlagerbooom - Alles funkelt! Alles glitzert!»: Die dreistündige Live-Show erreichte klar respektable 3,87 Millionen Interessierte sowie starke 20,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum - damit bewegte man sich auf einem schönen zweiten Rang. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,38 Millionen wie erfreulich zweistellige 11,0 Prozent gemessen - damit verpasste man nur ganz knapp den Sieg, der an RTL ging.

Die Kölner, bei denen «Harry Potter und die Kammer des Schreckens» ausgestrahlt wurde, waren bei den 14-49-Jährigen knapp davor. 0,40 Millionen aus dieser Gruppe führten zu vorzeigbaren 11,5 Prozent. Insgesamt verfolgten den Klassiker 1,02 Millionen Zuschauende, sodass RTL einen Marktanteil von hinnehmbaren 5,3 Prozent erreichte. Sat.1 lag mit «Promi Big Brother» auf Rang drei bei den Jüngeren: Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 0,35 Millionen und noch passable 10,0 Prozent. Insgesamt standen kurz vorm Halbfinale exakt 1,00 Millionen Fans und mäßige 4,9 Prozent Marktanteil zu Buche.

Erneut abreißen lassen musste ProSieben: Die neue Ausgabe von «The Voice of Germany» fiel wieder knapp unter die Millionen-Schwelle und holte 0,99 Millionen zu mittelprächtigen 5,0 Prozent. Optimierungsbedürftig zudem die Leistung bei den Jüngeren, von denen 0,26 Millionen zu mäßigen 7,3 Prozent erhoben wurden. Letztlich hielt man sich nur mit Mühe vor der roten Kugel. Jene zeigte «Blind Side - Die große Chance» und zeitigte vertretbare Dimensionen. Der Streifen erreichte im Schnitt 0,21 Millionen jüngere Interessierte zu einem durchwinkbaren Marktanteil von wenigstens 6,0 Prozent. Am Gesamtmarkt kamen nur 0,54 Millionen beziehungsweise sehr schwache 2,7 Prozent zusammen.

Nicht wirklich gut Kabel Eins: Die erste neue Episode «9-1-1 Notruf L.A.» des Abends kam auf 0,11 Millionen Jüngere und maue 2,9 Prozent. Die zweite Folge brach sogar noch stärker weg auf ganz schmale 0,08 Millionen und 2,4 Prozent. Insgesamt hielt sich der Zuspruch übrigens behäbig bei 0,48 Millionen zu höchstens 2,2 Prozent. Zu wenig Zug drin war auch bei RTLZWEI: Ein Re-Run von «Twister» blieb hängen bei 2,8 Prozent anhand stark begrenzter 0,10 Millionen aus der Zielgruppe. Insgesamt waren am Horizont bloß 0,38 Millionen und ganz dünne 1,8 Prozent zu erkennen.

Anzumerken ist, dass Kabel und RTLZWEI mit ihren Leistungen bei den 14-49-Jährigen sogar hinter ZDFneo lagen, wo «Men in Black» auf bessere und für Nischen-Verhältnisse gute 4,9 Prozent (0,18 Millionen) gelangte. Zudem kamen Kabel und RTLZWEI nur auf Augenhöhe mit dem Spartensender NITRO ins Ziel, wo «2. Bundesliga» zwischen Hannover und Pauli zunächst 0,10 Millionen 14-49-Jährige generierte - das bedeutete für den kleinen Sender zwar bereits einen passabel überdurchschnittlichen Prozentwert von 2,9 Prozent. Die zweite Hälfte konnte sich ein bisschen erhöhen auf 0,11 Millionen 14-49-Jährige zu immerhin 3,3 Prozent. Die Gesamtzuschauerschaft stieg an auf 0,52 Millionen zu respektablen 2,6 Prozent.
18.10.2026 10:38 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/176655