Zweite Staffel: ARD geht wieder «Spuren» nach

Aufgrund des großen Erfolges der ersten Staffel kehrt Nina Kunzendorf als Ermittlerin zurück.

Die SWR Polizeiserie «Spuren» um zwei Mordfälle, die mit akribischer Polizeiarbeit vom Team um die Polizeibeamten Barbara Kramer (Nina Kunzendorf) und Thomas Riedle (Tilman Strauß) aufgeklärt werden konnten, war 2025 ein schöner Erfolg sowohl im Ersten als auch in der ARD Mediathek. Daher haben im Hochschwarzwald haben nun die Dreharbeiten zu einer zweiten Staffel der Miniserie begonnen.

Wiederum steht laut Senderbeschreibung realistische Polizeiarbeit im Mittelpunkt, deren Darstellung den Anspruch stelle, hohe Glaubwürdigkeit zu vermitteln. «Spuren II» kreist in vier 45-minütigen Folgen um sexualisierte Gewalt in vorgeblich beschützender Umgebung und beruht auf Recherche anhand wahrer Fälle. Verfahren war man so bereits auch bei der ersten Staffel, die sich vom Modus Operandi stark anlehnte an den realen Fall eines mordenden LKW-Fahrers, der in Freiburg eine Joggerin und zuvor eine Studentin im österreichischen Kufstein mit einer Eisenstange erschlug.

Insgesamt bleibt zudem das bewährte Team erhalten: Produziert wird von der Lailaps Films im Auftrag des SWR für die ARD. Produzent ist Nils Dünker, die Redaktion liegt bei Katharina Dufner. Die Drehbücher schrieben auch diesmal Robert Hummel und Martina Mouchot, die Regie hat wieder Stefan Krohmer übernommen. Neben Nina Kunzendorf und Tilman Strauß sind auch Aliki Hirsch, Bozi Darko, Atrin Haghdoust, Mira Huber, Veronika Bachfischer, Liliane Amuat und Katja Bürkle wieder dabei. In weiteren Rollen spielen Shirin Ali, Lasse Lehmann, Birge Schade, Moritz Treuenfels und Yasemin Cetinkaya. Gedreht wird bis Anfang Dezember im Südschwarzwald und im Raum München.

Genauer zum Inhalt der zweiten Staffel: Barbara Kramer, Thomas Riedle und ihr Team suchen nach dem ehemaligen Arzt Rudolf Gunser, der mitten in der Nacht aus seinem Haus in Lauburg im Breisgau verschwunden ist. Seine Ehefrau Bettina hat nichts bemerkt. Einbruchspuren und Blut in den seit Jahren stillgelegten Praxisräumen deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Als wenig später eine männliche Leiche in einem ausgebrannten Auto entdeckt wird, steht der Verdacht im Raum, dass Gunser einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen sein könnte, und ob sein Tod mit dem einer unbekannten jungen Frau zusammenhängt, deren Leiche in derselben Region gefunden wurde.

Während das Team die Identität der beiden Toten und mögliche Zusammenhänge zu klären versucht, werden die Ermittler mit verstörenden Videoaufnahmen konfrontiert. Sie zeigen sexuelle Handlungen mit Frauen, die offenbar betäubt und gegen ihren Willen gefilmt wurden. Kramer zieht Fachleute für digitale und anthropologische Forensik hinzu, um herauszufinden, wer die Frauen sind und woher die Aufnahmen stammen. Zugleich stoßen die Ermittler in Gunsers Vergangenheit auf Hinweise früherer Übergriffe. Nach und nach beginnen sich die Spuren zu verbinden, und hinter dem Verschwinden des Arztes zeichnet sich ein weitreichendes Verbrechen ab, dessen Ausmaß die Ermittler erst allmählich begreifen.
16.10.2026 15:35 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/176642