«Love Island VIP» fliegt aus der Primetime

Obwohl RTLZWEI die hohen Abrufzahlen bei RTL+ feiert, läuft es für die Dating-Show im linearen Fernsehen immer schlechter.

Für «Love Island VIP» wird es bei RTLZWEI ungemütlich. Während der Sender die hohen Abrufzahlen seiner Dating-Show beim Streamingdienst RTL+ hervorhebt, sprechen die Einschaltquoten im klassischen Fernsehen eine andere Sprache. Seit Ende September hat das Format am Mittwochabend deutlich an Zuspruch verloren. Nun zieht RTLZWEI Konsequenzen: Künftig (21. Oktober) beginnt die Sendung erst um 22.15 Uhr, eine weitere neue Folge folgt um 23.30 Uhr. Den bisherigen Primetime-Sendeplatz übernimmt eine Wiederholung von «Zuhause im Glück – Unser Einzug in ein neues Leben».

Dabei war «Love Island VIP» noch am 23. September vergleichsweise ordentlich unterwegs. Die erste Folge des Abends erreichte um 20.14 Uhr insgesamt 250.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 130.000 Menschen und 4,2 Prozent Marktanteil gemessen. Die zweite Folge steigerte sich anschließend auf 300.000 Zuschauer und 1,6 Prozent beim Gesamtpublikum. In der klassischen Zielgruppe standen sogar 180.000 Zuschauer und 5,9 Prozent Marktanteil auf dem Papier. Damit lag die Sendung zumindest in der zweiten Stunde deutlich über dem Senderschnitt. Eine Woche später sah die Situation bereits anders aus. Am 30. September schalteten zur ersten Folge nur noch 190.000 Menschen ein, was einem Marktanteil von 0,9 Prozent entsprach.

Auch die übrigen Reality-Formate des Mittwochabends sind von der Programmänderung betroffen. «Maison Tabou» wird künftig erst um 0.35 Uhr ausgestrahlt und rutscht damit noch weiter in die Nacht. Noch härter trifft es «Stranger Sins»: Die Sendung wird im Programmablauf sogar noch weiter nach hinten verschoben. RTLZWEI nimmt somit nicht nur «Love Island VIP» aus der Primetime, sondern verändert gleich die gesamte nächtliche Reality-Strecke.
16.10.2026 09:28 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/176634