Ein ARD-Thriller mischte sich auch bei den Jüngeren ins Feld. Vor allem RTLZWEI ist in dieser Konkurrenz-Situation völlig hintenübergefallen.

Dann fangen wird direkt mit dem ARD-Film an: Schon insgesamt fuhr das Erste Deutsche Fernsehen die höchste Zuschauerzahl mit dem Psychothriller
«Frau ohne Namen» ein - und zwar überdeutlich. Der 90-minütige Streifen lief bis 21.45 Uhr und erreichte 5,36 Millionen Zuschauer sowie bockstarke 26,1 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden merklich überdurchschnittliche 0,33 Millionen zu schön zweistelligen 10,2 Prozent gemessen - die drittbeste Leistung des Abends in diesem Segment.
Zufrieden sein konnte der Bällchensender - er fuhr den Zielgruppen-Sieg ein: Die Mittwochs-Ausgabe von
«Promi Big Brother» steigerte sich mit guten 12,3 Prozent klar in die Zweistelligkeit. Damit verbunden war ein Reichweitenzuwachs auf vorzeigbare 0,39 Millionen - kein Sender lag darüber. Insgesamt riss das Sat.1-Event zumindest die Millionen-Marke angesichts 1,04 Millionen zu mäßigen 5,4 Prozent. Die zweite Stelle am jüngeren Markt hatte das ZDF inne. Eine neue
«Lass dich überwachen»-Ausgabe erreichte 0,35 Millionen in dieser Kategorie sowie positive 10,6 Prozent Marktanteil. Inklusive der Älteren waren es allerdings bloß 1,01 Millionen Zuschauende zu sehr schlechten 4,9 Prozent.
Noch etwas dahinter bei den Jüngeren ist RTL mit
«Mario Barth deckt auf» ins Ziel gekommen: Trotz Auftakt frischen Stoffes ließen sich nur mäßig einstellige 9,3 Prozent (0,29 Millionen) beobachten. Zumindest die Gesamt-Leistung konnte konstant gehalten werden: Die neue Ausgabe erreichte folglich insgesamt 1,26 Millionen Zuschauer sowie akzeptable 6,6 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Zumindest d'accord gehende Zahlen zeitigte
«stern TV-Reportage: Der Traum vom schnellen Geld» bei VOX. Die dieswöchige Ausgabe erreichte 0,22 Millionen umworbene Leute sowie abnickbare 7,0 Prozent. Die Gesamtleistung ließ sich allerdings lediglich auf 0,54 Millionen und dünne 2,7 Prozent beziffern.
ProSieben lag mit seinem Zielgruppen-Umfang strenggenommen noch hinter der VOX-Reportage, wies wegen der deutlich längeren Laufzeit gen Mitternacht aber einen ganz leicht höheren Durchschnitts-Anteil auf:
«The Masked Singer» konnte ob entsprechender 7,1 Prozent durch 0,19 Millionen aber dennoch nicht zufrieden stimmen - der einstige Koloss wirkt nur noch wie ein Schatten seiner Selbst. Am Gesamtmarkt mobilisierte die Maskenparade sogar nicht mal eine Millionen Interessierte - bloß 0,85 Millionen zu 5,1 Prozent wurden mobilisiert. Einen durchwachsenen Abend erlebte Kabel mit
«Elysium». Die alte Damon-Action zeitigte für eigene Verhältnisse zwar zumindest noch mäßige 4,9 Prozent - die Sehbeteiligung der 14-49-Jährigen hielt sich ob 0,15 Millionen dennoch in argen Grenzen. Insgesamt zeigte der Tacho verhaltene 3,3 Prozent (0,64 Millionen).
Gar keine Chance hatte in diesem Gefüge RTLZWEI mit
«Love Island VIP». Der Reality-Trash lief katastrophal angesichts 1,9 Prozent durch lediglich 0,06 Millionen 14-49-Jährige - Staffeltiefstwert. Am Gesamtmarkt mobilisierten die Grünwalder lediglich 0,15 Millionen zu haarsträubenden 0,7 Prozent, wodurch man sich auf Sparten-Niveau schrumpfte. Während die Dating-Brand On Demand weiterhin solide performt, ist sie linear zur Primetime eigentlich kaum noch tragbar.