Deepfake-Storyline: «GZSZ» thematisiert digitale Gewalt

Begleitet wird die Handlung von einer Awareness-Kampagne von «GZSZ», RTL, UFA und HateAid – sie enthält Informationen, Social-Media-Inhalte und Hinweise auf Unterstützungsmöglichkeiten.

Gemeinsam mit HateAid macht die RTL-Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» auf sexualisierte Gewalt im Netz aufmerksam. Im Mittelpunkt der neuen Geschichte steht Alicia, gespielt von Josefin Bressel. Ihre Rolle erlebt, wie Angriffe im digitalen Raum ihr Leben zunehmend beeinflussen. Die Handlung begann gestern Abend mit Folge 8.633 auf RTL+ und ist ab dem 20. Oktober bei RTL zu sehen. Bis Ende November erzählt «GZSZ» die Geschichte über mehrere Wochen weiter. Begleitet wird sie von einer gemeinsamen Awareness-Kampagne von «GZSZ», RTL, UFA Serial Drama und HateAid – mit Informationen, Interviews, Social-Media-Inhalten und konkreten Hinweisen auf Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.

Ende Oktober nimmt die Bedrohung für Alicia dann eine neue Dimension an: Sie wird mit manipulierten Bildern und Videos konfrontiert. Deepfakes können Menschen gezielt verletzen, ihren Ruf beschädigen und weit in ihr privates Umfeld hineinwirken. Josefin Bressel kennt die Wirkung digitaler Grenzüberschreitungen auch aus ihrem privaten Umfeld. „Wenn Menschen online angegriffen, diffamiert oder sexualisiert werden, bleibt das nicht im Netz“, sagt die Schauspielerin. „Ich habe auch in meinem privaten Umfeld erlebt, wie sehr solche Erfahrungen verunsichern und belasten können. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene Unterstützung finden und dass ihr Umfeld zuhört, sie ernst nimmt und an ihrer Seite bleibt.“

„Digitale Gewalt beginnt oft dort, wo andere wegschauen. Hass, Bloßstellungen und sexualisierte Gewalt im Netz sind keine Nebensache, sie schüchtern Menschen ein, sie verletzen und verdrängen Betroffene aus den öffentlichen Debatten im Internet“, sagt Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid. „Betroffene brauchen Unterstützung, Solidarität und vor allem die Gewissheit: Sie sind nicht schuld an der Gewalt, die ihnen widerfährt. Verantwortung tragen diejenigen, die angreifen – und die Plattformen, die solche Inhalte verbreiten.“

Katja Bäuerle, Produzentin bei UFA Serial Drama von «Gute Zeiten, schlechte Zeiten»: „Mit Alicias Geschichte möchten wir sichtbar machen, wie sehr digitale Gewalt das Leben von Betroffenen beeinflussen kann – und warum es so wichtig ist, hinzusehen und das Thema ernst zu nehmen.“
14.10.2026 11:11 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/176534