Kiel-«Tatort» mit neuem Ermittler-Duo und Bestleistung

Klaus Borowski ist in Kiel Geschichte - Bagriacik und Schuch als Şahin und Krieger übernahmen gestern im «Tatort: Unter Freunden».

Und plötzlich war alles anders. Nachdem das Erste nach mehr als zwei Jahrzehnten Klaus Borowski als «Tatort»-Kommissar verabschiedete, stand im ersten Kiel-«Tatort» "nach dem Abschied" doch tatsächlich ein neues Ermittler-Duo am Start. Der Fall «Unter Freunden» markierte den Anfang der Partnerschaft von Almila Bagriacik und Karoline Schuch als Mila Şahin und Elli Krieger. Inhaltlich ging es im ersten Fernsehfilm nach Borowski um Drogen, Freundschaft und Verrat - neben Şahin und Krieger lernt der «Tatort»-Zuschauer noch Anna Nowak (Lilith Stangenberg) kennen. Aufhänger des neuen Trios wird der Mord einer Frau im Umfeld einer Tech-Firma.

Der neue «Tatort» kam am gestrigen Sonntag gewohnt stark bei der Zuschauerschaft an. Insgesamt freute sich die Produktion von Lars Kraume (Regie & Buch) über eine Reichweite von 7,18 Millionen Zuschauern ab 20:15 Uhr, das Erste ergatterte damit eine Quote von 30,0 Prozent am gesamten TV-Markt. Die Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen konnte mit 0,91 Millionen Fernsehenden auf 19,8 Prozent des entsprechenden Marktes definiert werden. In beiden Kategorien feierte die blaue Eins damit, wie gewohnt für einen starken «Tatort»-Abend, die jeweiligen Reichweiten-Siege. Achso: Das Trio aus Şahin, Krieger und Nowak implementiert gleich drei prägende weibliche Figuren in den neuen «Tatort» aus Kiel. Für die Handlung oder allgemein den Inhalt spielte das zwar keine Rolle, dennoch mussten nahezu alle berichtenden Medien scheinbar zwingend dazu Stellung beziehen. Selbst der NDR öffnet die inhaltliche Beschreibung des Falls mit "Der Neuanfang in Kiel ist jung und weiblich".*

Im Anschluss an den Kriminalfall zur Primetime übernahm den Sonntag «Caren Miosga» mit ihrem gleichnamigen Talk. Zu Gast war Ministerpräsident Markus Söder aus Bayern - das Thema war "Wie kommt die Regierung aus der Krise, Herr Söder?" Neben Söder durften Christoph Werner und Julia Löhr zur Thematik beitragen. Die Reichweite ging insgesamt auf 3,18 Millionen Zuschauer runter, somit sank auch die Quote auf 17,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen konnten 0,38 Millionen Zuschauer gehalten werden, das hielt den Marktanteil am jüngeren Markt auf 9,7 Prozent.

*Kommentar des Autors
12.10.2026 08:47 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/176442