Almila Bagriacik und Karoline Schuch stehen erneut als Kommissarin Mila Şahin und Kriminalpsychologin Elli Krieger vor der Kamera.

Der NDR dreht bis zum 12. Dezember zwei neue Filme der Krimireihe
«Tatort» mit dem Kieler Ermittlerduo. Die Dreharbeiten finden in Kiel und Hamburg statt. In Episodenrollen sind Jonas Nay, Fritzi Haberlandt und Enno Trebs zu sehen. Beide Filme erzählen eigenständige Fälle und sollen voraussichtlich 2028 im Ersten und in der ARD Mediathek laufen.
Im Film „Göteborg“ (Arbeitstitel) spielt Jonas Nay den Zollbeamten Erik Mölling. Als seine Ex-Frau Hanne mit dem gemeinsamen Sohn Jan nach Freiburg ziehen will, eskaliert ein erbitterter Sorgerechtsstreit. Nach einem Schuss auf die Familienbeiständin Jule Voss flieht Erik mit dem Jungen in einem Wohnmobil. Sein Ziel: eine Fähre nach Göteborg. Als die Flucht scheitert, verschanzt sich Erik in der Ladezone eines Einkaufszentrums und droht mit einer Bombe. Während die Polizei einen Großeinsatz vorbereitet, versucht Elli Krieger als Verhandlerin, sein Vertrauen zu gewinnen. Mila Şahin rekonstruiert unterdessen die Hintergründe der Tat und stößt dabei auf neue Wahrheiten.
Der zweite Film, „Rettungsschuss“ (Arbeitstitel), beginnt mit dem Tod des Kieler Streifenpolizisten Daniel Schuster, gespielt von Enno Trebs. Zunächst deutet vieles auf Suizid hin: Schuster war Witwer, alleinerziehender Vater und nach einem belastenden Schusswaffeneinsatz psychisch angeschlagen. Bei ihren Ermittlungen entdecken Şahin und Krieger jedoch Widersprüche. Ihre Spur führt zu dem Einsatz einige Monate zuvor, bei dem Schuster den psychotischen Jimmy Behrens erschossen hatte. Die Kommissarinnen finden heraus, dass der Polizist Kontakt zu Jimmys Mutter Silvia hatte, gespielt von Fritzi Haberlandt. Im Umfeld des Reviers treffen sie auf ein Geflecht aus Korpsgeist, Loyalität und möglicher Vertuschung.
Hans-Christian Schmid führt bei beiden Filmen Regie. Das Drehbuch zu „Göteborg“ schrieben Stefan Dähnert, Nicole Spörle und Schmid; „Rettungsschuss“ stammt von Lena Fakler. Produziert werden die Filme von Letterbox Nord. Die Produktion wird von der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unterstützt.