Nach «Queen Charlotte» soll nun die junge Violet Bridgerton im Mittelpunkt stehen. Auch Shonda Rhimes ist wieder an Bord.

Bevor ihre Kinder in der Londoner Gesellschaft nach der großen Liebe suchten, erlebte Lady Violet Bridgerton selbst eine Romanze, die ihr Leben entscheidend prägte. Genau diese Geschichte wollen Netflix und Shondaland nun erzählen. Die beiden Unternehmen haben eine neue Miniserie aus dem «Bridgerton»-Universum angekündigt, die sich mit den jungen Jahren der späteren Familienmatriarchin beschäftigt. Im Mittelpunkt steht ihre Beziehung zu Viscount Edmund Bridgerton, dem späteren Vater ihrer acht Kinder.
Das bislang noch unbetitelte Projekt soll einen ähnlichen Ansatz verfolgen wie der 2023 veröffentlichte Ableger «Queen Charlotte: Eine Bridgerton-Geschichte». Während sich diese Produktion mit der jungen Königin Charlotte und ihrer Ehe mit König George beschäftigte, richtet sich der Blick diesmal auf die Vorgeschichte der Familie Bridgerton selbst. Die neue Serie soll zeigen, wie Violet und Edmund zueinanderfanden und wie sich ihre Liebesgeschichte entwickelte.
In der Hauptserie gehört Lady Violet, gespielt von Ruth Gemmell, zu den wichtigsten wiederkehrenden Figuren. Als verwitwete Mutter versucht sie, ihre Kinder bei der Partnersuche zu unterstützen, und vertritt dabei die Überzeugung, dass eine Ehe auf Liebe beruhen sollte. Ihre eigenen Erfahrungen mit Edmund bilden einen wesentlichen Teil dieses Familienbildes. Der neue Ableger bietet nun die Gelegenheit, diese bislang vor allem aus Erzählungen bekannte Beziehung ausführlicher darzustellen.
Für die kreative Leitung haben Netflix und Shondaland erneut prominente Namen verpflichtet. Shonda Rhimes übernimmt gemeinsam mit Nicholas Nardini die Aufgaben als Autorin, Showrunnerin und Executive Producerin beziehungsweise Executive Producer. Tom Verica wird Regie führen und ebenfalls als ausführender Produzent tätig sein. Betsy Beers ergänzt das Produktionsteam als Executive Producerin. Wer die jungen Versionen von Violet und Edmund spielen wird, steht bislang nicht fest. Auch einen Veröffentlichungstermin hat Netflix noch nicht bekannt gegeben.
Die Ankündigung erfolgt während der Arbeiten an der fünften Staffel der Hauptserie, die derzeit in London produziert wird. Darin rücken Francesca Bridgerton, gespielt von Hannah Dodd, und Michaela Stirling, verkörpert von Masali Baduza, ins Zentrum der Handlung. Die vierte Staffel war nach Angaben von Netflix auf Platz eins der weltweiten englischsprachigen Seriencharts gestartet und hatte die Top Ten in 92 Ländern erreicht.
Seit dem Start im Jahr 2020 hat sich «Bridgerton» für Netflix zu einer Marke entwickelt, die längst über das Serienangebot hinausreicht. Neben Büchern und Merchandising gehören dazu Veranstaltungen wie «The Queen's Ball: A Bridgerton Experience» und Konzerte mit Musik aus der Serie.