«Terra Xplore» beschäftigt sich mit Angststörungen bei jungen Menschen und zeigt, wann ein eigentlich wichtiger Schutzmechanismus das Leben zu bestimmen beginnt.

Das ZDF widmet sich am Sonntag, 1. November 2026, um 17.15 Uhr der Frage, wann aus alltäglicher Angst eine Erkrankung wird. In der neuen Ausgabe von
«Terra Xplore» spricht Leon Windscheid mit jungen Betroffenen und Fachleuten über Angststörungen und mögliche Wege aus der ständigen Furcht. Im Streaming ist „Wie viel Angst ist normal?“ bereits ab Montag, 19. Oktober, um 10.00 Uhr verfügbar.
Angst erfüllt zunächst eine wichtige Funktion. Sie warnt vor Gefahren, sorgt für Vorsicht und beeinflusst Entscheidungen. Problematisch wird sie, wenn sie dauerhaft bleibt, bestimmte Situationen unmöglich macht und den Alltag zunehmend einschränkt. Laut ZDF entwickelt jeder Vierte bis zum jungen Erwachsenenalter eine Angststörung. «Terra Xplore» geht deshalb auch der Frage nach, weshalb gerade junge Menschen davon betroffen sind.
Windscheid trifft unter anderem Nane, die bereits im Kindergarten ihre erste Panikattacke erlebte. Ihre Ängste wurden im Laufe der Jahre so stark, dass sie zeitweise kaum noch ihre Wohnung verlassen konnte. Inzwischen macht sie ihr Abitur. Durch verschiedene Therapien hat sie gelernt, mit ihrer Angst umzugehen. Verschwunden ist sie nicht, bestimmt aber auch nicht mehr ihr gesamtes Leben.
Insgesamt sechs junge Menschen berichten in der Sendung von ihren Erfahrungen. Sie schildern, wie sich Angst körperlich und psychisch bemerkbar macht, welche Auswirkungen sie auf ihren Alltag hat und welche Strategien ihnen inzwischen helfen. Damit möchte «Terra Xplore» Vorgänge sichtbar machen, die sich für Außenstehende häufig nur schwer nachvollziehen lassen.
Die wissenschaftliche Perspektive liefern die Kinder- und Jugendpsychologin Prof. Julia Asbrand und die Neurobiologin Prof. Stephanie Kandsperger. Asbrand erläutert, weshalb das Jugendalter für die Entstehung von Angststörungen besonders relevant ist und warum das Vermeiden angstauslösender Situationen die Probleme verstärken kann. Kandsperger beschäftigt sich wiederum mit den Vorgängen im Gehirn und aktuellen Erkenntnissen zur Entstehung und Behandlung von Angst.