WELT ändert Programm zum dritten Jahrestag des 7. Oktober

⁠Jan Philipp Burgard startet seine neue Reihe «Inside Israel», außerdem zeigt der Nachrichtensender einen Film über Holocaust-Überlebenden Leon Weintraub.

Zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel stellt WELT am Mittwoch, 7. Oktober 2026, sein Programm um. Bereits ab 7.15 Uhr beginnt eine umfangreiche Live-Berichterstattung, ehe der Sender zur Primetime zwei Dokumentationen zeigt. Um 20.15 Uhr startet die neue Reportagereihe «Inside Israel mit Jan Philipp Burgard», um 21.10 Uhr folgt «L'dor Vador – Von Generation zu Generation».

Den gesamten Tag über will WELT das Gedenken und die aktuellen Entwicklungen journalistisch begleiten. Im Studio ist unter anderem der israelische Botschafter Ron Prosor zu Gast. Außerdem ist die frühere Sonderbotschafterin Israels, Melody Sucharewicz, angekündigt. Live-Schalten führen zu Jan Philipp Burgard nach Tel Aviv und zu Reporter Max Hermes nach Berlin. Ab 15.00 Uhr rückt dort insbesondere die zentrale Gedenkveranstaltung am Bebelplatz in den Mittelpunkt. Darüber hinaus begleitet der Sender politische Demonstrationen in der Hauptstadt.

Zur Primetime feiert schließlich «Inside Israel mit Jan Philipp Burgard» Premiere. Die erste Ausgabe trägt den Titel „7. Oktober – der Tag, der alles veränderte“. Burgard reist dafür an Orte, an denen die Folgen des Angriffs weiterhin unmittelbar sichtbar sind. Im zerstörten Kibbuz Nir Oz trifft er Gadi Moses, der 482 Tage als Geisel der Hamas im Gazastreifen festgehalten wurde. Begleitet von israelischen Streitkräften steigt Burgard zudem rund 40 Meter tief in eines der Tunnelsysteme der Hamas hinab. In Jerusalem führt er ein Gespräch mit Israels Staatspräsident Jitzchak Herzog. Die Reportage soll sich dabei nicht ausschließlich mit den Folgen des 7. Oktober beschäftigen, sondern auch die Komplexität des andauernden Krieges und die internationale Kritik an der israelischen Kriegsführung aufgreifen.

Um 21.10 Uhr schlägt WELT mit «L'dor Vador – Von Generation zu Generation» einen historischen Bogen. Der Dokumentarfilm der Brüder Dean und David Körzdörfer begleitet den 100-jährigen Holocaust-Überlebenden Dr. Leon Weintraub an die Orte seiner Verfolgung. Die Reise führt von Lodz über Chelmno bis nach Auschwitz. Weintraubs Mutter wurde in den Gaskammern ermordet, während er selbst dem Tod entkam, indem er sich bei einer Selektion in eine andere Häftlingsgruppe drängte. Im Mittelpunkt des Films steht die Frage, wie die Erinnerung an die Shoah bewahrt werden kann, wenn immer weniger Zeitzeugen selbst von den nationalsozialistischen Verbrechen berichten können. WELT verbindet diese Auseinandersetzung mit der Zäsur des 7. Oktober 2023 und der gegenwärtigen Debatte über Antisemitismus.

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst: „Auf deutschen Straßen und in gesellschaftlichen Debatten erleben wir seit dem 7. Oktober 2023 eine dramatische Zunahme an Antisemitismus. Anti-jüdische und anti-israelische Parolen werden normalisiert. Für uns bei WELT ist das Existenzrecht Israels nicht verhandelbar. Unsere Verantwortung: Recherchieren und berichten, wenn jüdisches Leben in Gefahr ist. Und unsere Auslandskorrespondenten zeigen uns die Lage in Israel und im Nahen Osten, und ordnen die Entwicklungen ein.“
06.10.2026 14:33 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/176252