Kann «TVOG» auch mit «Ninja»-Konkurrenz?

Drei Wochen hatten «The Voice of Germany» keine wirkliche Konkurrenz am Freitagabend. Seit gestern wollen die «Ninja Warriors» von RTL ihr Stück vom Freitagabend-Kuchen.

Die aktuelle Staffel von «The Voice of Germany» steht seit gestern Abend auf einem ersten harten Prüfstein. Während die Sat.1/ProSieben-Show in den vergangenen drei Wochen unbehelligt und ohne wirkliche Konkurrenz am Freitagabend den privaten Alleinunterhalter geben konnte, startet jetzt ein waschechtes TV-Duell. Der Herausforderer kommt hierbei aus Köln und nennt sich «Ninja Warrior Germany - Die stärkste Show Deutschlands» - wie schon in den vergangenen Jahren teilen sich die Shows die TV-Aufmerksamkeit ab einer gewissen Zeit - «TVOG» konnte bisher in der Spitze 1,41 Millionen Zuschauer binden, inder Zielgruppe liegt die beste Sendebeteiligung aktuell bei 0,31 Millionen Umworbenen (jeweils 25. September).

Angekommen am gestrigen Freitag stellt sich sofort die Frage, ob das Kontrastprogramm von RTL den Zahlen von Sat.1 schadet? Auf den ersten Blick kann hierbei eine gewisse Auswirkung eher verneint werden. Im Vergleich zu den zuletzt 1,41 Millionen erreichten Zuschauern konnte Sat.1 am gestrigen Freitag noch 1,41 Millionen Zuschauer begeistern, von ursprünglich 7,7 Prozent Marktnateil verblieben damit vergleichbare 7,4 Prozent. Und wie startete RTL mit der Parcours-Show? Die erste Ausgabe von «Ninja Warrior Germany» sicherte sich vom Start weg schöne 1,24 Millionen Zuschauer im Schnitt, das brachte dem Köln-Sender eine Start-Quote von 6,6 Prozent. Das markiert den weiter fortschreitenden Negativ-Trend der «Ninja»-Show schonungslos. 2023 wollten den ersten Abend noch 1,93 Millionen und 8,5 Prozent vom Markt sehen, 2024 waren es 1,65 Millionen und 7,7 Prozent und 2025 kamen 1,41 Millionen auf ebenfalls 7,7 Prozent.

Im Vergleich der Zielgruppen war RTL gestern bereits weit vor Sat.1. Die Show mit Jan Köppen, Wolf-Christoph Fuss und Anna Fleischhauer sicherte sich 0,33 Millionen Umworbene und damit 11,4 Prozent vom entsprechenden Markt. In Unterföhring kamen lediglich 0,25 Millionen 14- bis 49-Jährige auf eine Quote von 8,5 Prozent. Hier lässt sich die Wirkung des RTL-Anteils wohl nicht verbergen. Dennoch wird in Köln der gestrige Abend nicht zu Jubelstürmen übergeben, 2025 wollten den Start der «Ninja»-Staffel noch 0,52 Millionen Umworbene sehen, was damals 14,7 Prozent einbrachte. Ob und in welchem Ausmaß «Ninja Warrior Germany» den bisherigen Erfolgen von «The Voice of Germany» schadet, werden die kommenden Wochen zeigen.
03.10.2026 08:29 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/176189