Warner Bros. verliert seine Filmchefs nach Paramount-Übernahme

⁠Michael De Luca und Pamela Abdy sollen das Studio nach Abschluss der milliardenschweren Fusion verlassen. Ihre Aufgaben dürften an die Paramount-Spitze fallen.

Bei Warner Bros. steht nach dem Abschluss der Fusion mit Paramount Skydance der nächste große Führungswechsel bevor. Michael De Luca und Pamela Abdy werden laut „Variety“ dem künftigen Management unter David Ellison nicht mehr angehören. Der Abschluss der 110 Milliarden Dollar schweren Transaktion wird derzeit für den 6. Oktober erwartet.
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De Luca und Abdy führen das Filmgeschäft von Warner Bros. seit 2022. Unklar ist bislang, ob beide unmittelbar mit dem Abschluss der Transaktion ausscheiden oder für eine Übergangsphase im Unternehmen bleiben. Eine offizielle Stellungnahme von Paramount oder Warner Bros. zu ihrem bevorstehenden Abschied liegt bislang nicht vor. Die Verantwortung für das Filmgeschäft soll künftig bei den bisherigen Paramount-Filmchefs Dana Goldberg und Josh Greenstein liegen. Sie sollen nach der Fusion beide Studios beaufsichtigen. Warner Bros. und Paramount sollen dabei als eigenständige Filmstudios erhalten bleiben und jeweils 30 Filme pro Jahr veröffentlichen.
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Der bevorstehende Abschied kommt nur rund ein Jahr nach der Vertragsverlängerung von De Luca und Abdy. Warner Bros. Discovery-Chef David Zaslav hatte ihre Verträge damals nach einer erfolgreichen Phase des Studios verlängert. Zu den großen Kinoerfolgen gehörten «Sinners», «A Minecraft Movie» und «Weapons». Auch bei den Oscars konnte Warner Bros. zuletzt eine außergewöhnlich erfolgreiche Bilanz vorweisen. Das Studio kam auf 30 Nominierungen und gewann elf Auszeichnungen. Damit stellte Warner Bros. einen bisherigen Studio-Rekord ein. Paul Thomas Andersons «One Battle After Another» wurde dabei als bester Film ausgezeichnet.
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Wie die komplette Führungsstruktur des fusionierten Konzerns aussehen wird, hält David Ellison weiterhin weitgehend offen. Fest steht bereits, dass der frühere Mattel-Chef Ynon Kreiz als Co-CEO das Tagesgeschäft und die Integration der beiden Unternehmen beaufsichtigen soll. Bei Paramount+ steht ebenfalls ein Umbau bevor, nachdem Streamingchefin Cindy Holland das Unternehmen verlässt. Eine mögliche Beförderung von Casey Bloys an die Spitze des gemeinsamen Streaminggeschäfts wurde bislang nicht bestätigt.
02.10.2026 09:03 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/176174