«Terra X History» geht Deutschlands unheimlichsten Sagen auf den Grund

Von der Walpurgisnacht über den Klabautermann bis zum kopflosen Reiter: Das ZDF widmet sich kurz vor Halloween dem Ursprung deutscher Gruselgeschichten.

Kurz vor Halloween wird es im ZDF zu später Stunde unheimlich. Am Sonntag, 25. Oktober, zeigt der Mainzer Sender um 23.55 Uhr die neue «Terra X History»-Dokumentation „Spuk! Deutschlands dunkle Sagen“. Bereits ab Samstag, 24. Oktober, ist der Film im Streamingangebot des ZDF abrufbar.

Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren von Mythen und Schauergeschichten, die teilweise seit Jahrhunderten weitererzählt werden. Dazu gehört die Walpurgisnacht auf dem Brocken im Harz ebenso wie der Klabautermann, den Seeleute einst als Vorboten kommenden Unheils fürchteten. Mit dem Tatzelwurm nimmt der Film außerdem ein drachenähnliches Fabelwesen aus dem Alpenraum in den Blick. Dabei geht es nicht allein um die Geschichten selbst. «Terra X History» fragt auch danach, warum sich Menschen bis heute gerne gruseln. Fantasie, Aberglaube und ein möglicher wahrer Kern vermischen sich in vielen Überlieferungen – ein Prinzip, das sich bis zu modernen Horrorfilmen und Geisterbahnen fortgesetzt hat.

Zu den vorgestellten Figuren gehört der Nachtmahr, dessen Auftauchen in schlaflosen Nächten mit uralten menschlichen Ängsten verbunden wird. Hinzu kommt die Weiße Frau, die im Witwengewand als Todesbotin der Hohenzollern erschienen sein soll. Mit dem Bludnik widmet sich die Dokumentation einem Wesen, das Wanderer vom sicheren Weg abbringen und ins Moor führen soll. Auch der kopflose Reiter darf in der Sammlung nicht fehlen. Die Geisterfigur ist längst über traditionelle Sagen hinaus bekannt und wurde unter anderem durch Geschichten wie «Sleepy Hollow» international populär. Der Film zeichnet nach, wie solche Gestalten entstanden sind und weshalb ihre Geschichten auch Jahrhunderte später noch für wohligen Schrecken sorgen.
04.10.2026 12:26 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/176164