Mehr als 500 Schauspieler, Showrunner und andere Branchenvertreter haben für die „New York Times“ abgestimmt. «The Wire» und «Mad Men» folgen.

Welche Fernsehserie hat das 21. Jahrhundert bislang am stärksten geprägt? Dieser Frage ist die „New York Times“ (
komplette Liste) nachgegangen und hat dafür mehr als 500 Menschen aus der Fernsehbranche abstimmen lassen. Schauspieler, Showrunner, Autoren, Produzenten, Führungskräfte und weitere Branchenvertreter sollten jeweils die zehn besten Serien nennen, die seit dem 1. Januar 2000 ihre Premiere gefeiert haben. Deshalb fehlt beispielsweise «The Sopranos», dessen erste Folge bereits 1999 ausgestrahlt wurde.
An der Spitze der daraus entstandenen Top 100 steht
«Breaking Bad». Die von 2008 bis 2013 ausgestrahlte Serie mit Bryan Cranston setzte sich vor «The Wire» und «Mad Men» durch. Auf den weiteren Plätzen folgen «Succession» und «Fleabag». Damit schaffen es sowohl ältere Prestige-Dramen aus der Zeit vor dem großen Streamingboom als auch deutlich jüngere Produktionen in die Spitzengruppe.
Die Top Ten komplettieren «Game of Thrones» auf Rang sechs, «Veep» auf Platz sieben, «30 Rock» auf Rang acht, «Curb Your Enthusiasm» auf Platz neun und «Atlanta» auf der zehnten Position. Direkt dahinter folgen die US-Version von «The Office», «Arrested Development», «Girls», «Friday Night Lights» und «Six Feet Under». Auch zahlreiche Streaming-Hits finden sich in der Rangliste, allerdings nicht unbedingt auf den vordersten Positionen. «The Crown» erreicht Rang 20, «Black Mirror» Platz 26 und «Better Call Saul» Platz 27. «Severance» landet auf Rang 30, die «Star Wars»-Serie «Andor» folgt auf Platz 32. Die erste Staffel von «True Detective» wurde auf Rang 35 gewählt.
Selbst einige noch sehr junge Produktionen konnten sich bereits platzieren. Das 2025 gestartete Krankenhausdrama «The Pitt» kommt auf Rang 36, während die Netflix-Miniserie «Adolescence» Platz 40 erreicht. «The Bear» findet sich auf Rang 74, «Squid Game» auf Platz 72 und «Shōgun» auf Rang 86. Zu den weiteren Netflix-Erfolgen gehören «The Queen's Gambit» auf Platz 81 und «Baby Reindeer» auf Rang 89.
Für die Abstimmung konnte die Zeitung zahlreiche prominente Teilnehmer gewinnen. Dazu gehörten unter anderem Elisabeth Moss, Adam Scott, Bryan Cranston, Rose Byrne, Colman Domingo und Jason Bateman. Auch Showrunner wie Damon Lindelof, Lena Dunham, Lena Waithe und Noah Hawley beteiligten sich. Auffällig ist dabei die Bandbreite der ausgewählten Formate: Neben Dramaserien und Sitcoms schafften es Reality-TV, Dokumentationen und Miniserien in die Top 100. «Survivor» steht beispielsweise auf Rang 31, «Planet Earth» auf Platz 84 und «RuPaul's Drag Race» auf Rang 61. Am Ende der Liste stehen ebenfalls einige prominente Serien. «House» belegt Platz 95, «Halt and Catch Fire» Rang 96 und «Community» Platz 97. «The OA» und «Gilmore Girls» folgen auf den Positionen 98 und 99. Den 100. und damit letzten Platz der Auswahl nimmt «Scandal» ein.