Katharina Stark und Nick Romeo Reimann stehen für die neue «Nordlichter»-Komödie «War doch nur Spaß» vor der Kamera. Auch Pierre Littbarski ist dabei.

Zwischen Profifußball, Doktorarbeit und einer Männer-Hobbytruppe bewegt sich die neue NDR-Komödie
«War doch nur Spaß». Der 90-minütige Fernsehfilm entsteht im Rahmen des Talentförderprogramms „Nordlichter“. Die Dreharbeiten laufen bis zum 20. Oktober 2026 unter anderem in Lüneburg, Heeslingen im Landkreis Rotenburg/Wümme und Hamburg.
Im Mittelpunkt steht Theresa, gespielt von Katharina Stark. Mit ihrer Fußballmannschaft gelingt ihr der Aufstieg in die zweite Liga und damit der Schritt in Richtung Profikarriere. Gleichzeitig kämpft sie an der Universität um ihre Doktorarbeit in Gender Studies. Dafür plant Theresa eine verdeckte Feldstudie: In einer Männer-Hobbyfußballtruppe auf dem Bolzplatz möchte sie Alltagssexismus und mögliche emanzipatorische Potenziale untersuchen. Die wissenschaftliche Distanz wird allerdings schwieriger, als Theresa dem Freizeitkicker David näherkommt. Gespielt wird dieser von Nick Romeo Reimann. Für Theresa stellt sich zunehmend die Frage, ob sie ihre Forschungsobjekte noch unvoreingenommen betrachten kann – und ob ihre Zukunft tatsächlich in der Wissenschaft oder vielleicht doch im Fußball liegt.
Zum weiteren Ensemble gehören Mido Kotaini und Bineta Hansen. Ergänzt wird die Besetzung durch Anja Kling, Peter Lohmeyer und Sascha Goepel. Einen besonderen Auftritt übernimmt außerdem Fußball-Weltmeister Pierre Littbarski, der in «War doch nur Spaß» als Trainer zu sehen sein wird. Das Drehbuch stammt von der Hannoveraner Debütautorin Sophie Therese Jung, Regie führt Justina Jürgensen. Produzent ist Ulrich Stiehm von Banana Tree Film, als Producerin fungiert Charlotte Neuwirth. Die redaktionelle Verantwortung beim NDR liegt bei Patrick Poch. Einen Sendetermin für den Fernsehfilm nannte der Sender noch nicht.
Regisseurin Justina Jürgensen: „Fußball ist in Deutschland identitätsstiftend, emotional, verbindend – und zugleich ein Raum, indem Sexismus oft bagatellisiert oder als 'Tradition’ getarnt wird. Genau hier setzt der Film an. Mich interessiert das Spannungsfeld zwischen Selbstbild und Realität: Wie reagieren Männer, die sich für tolerant halten, wenn sie plötzlich mit ihrer eigenen Voreingenommenheit konfrontiert werden? Und was bedeutet es für eine Frau, fachlich wie sportlich überlegen zu sein – in einem Umfeld, das sie unterschätzt?“