ZDF begleitet Familien unter Druck

Die neue «ZDF.reportage» zeigt, warum selbst Vollzeitarbeit und ein solides Einkommen Familien nicht mehr zuverlässig vor finanziellen Sorgen schützen.

Vollzeitjob, zwei Kinder und trotzdem reicht das Geld kaum bis zum Monatsende: Die «ZDF.reportage» rückt am Samstag, 10. Oktober 2026, um 17.35 Uhr Familien in den Mittelpunkt, bei denen jede unerwartete Rechnung zum Problem werden kann. „Familien unter Druck – Jeder Euro zählt“ ist bereits einen Tag zuvor im Streaming-Angebot des ZDF verfügbar.

Die Filmemacherinnen Jovanna Weber und Marie Koytek begleiten unter anderem Iris und Armin aus Baden-Württemberg. Weil verkürzte Kita-Öffnungszeiten eine verlässliche Betreuung verhindern, kann Iris nach ihrer zweiten Elternzeit nicht in den Beruf zurückkehren. Damit muss Armin allein für die laufenden Kosten und Kreditraten der vierköpfigen Familie aufkommen. Zeitweise rutscht das Ehepaar deshalb ins Dispo.

Noch weniger Spielraum hat der alleinerziehende Vater Farhad aus Wolfenbüttel. Obwohl er seit einem Jahr wieder in Vollzeit als Hauswart arbeitet, stehen seiner Familie nach dem Wegfall des Wohngeldes monatlich nur etwa 130 Euro mehr zur Verfügung als zuvor. Neben der Arbeit kümmert sich der 52-Jährige allein um Haushalt, Hausaufgaben und Freizeitgestaltung seiner beiden Kinder.

Auch Katharina und Jannik aus dem Münsterland werden porträtiert. Das junge Paar gründete bereits während der Ausbildungszeit eine Familie und verbindet heute Studium, Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung. Außerdem besucht die Reportage die Kindertafel Wuppertal, die täglich rund 30 Kinder mit warmem Essen und Lernangeboten unterstützt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gilt in Deutschland jedes siebte Kind als armutsgefährdet. Bis zum 18. Geburtstag kostet ein Kind demnach durchschnittlich rund 190.000 Euro.
27.09.2026 09:47 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/175878