Das Erste zeigt preisgekröntes Drama «Lioness»

In «Lioness» versucht eine Mutter mit drastischen Mitteln, ihre Tochter vor dem Absturz zu bewahren. Das Erste zeigt den Film Anfang Oktober.

Das Erste nimmt in der Nacht zum Montag, 5. Oktober, das estnische Familiendrama «Lioness» ins Programm. Der Spielfilm von Regisseurin und Drehbuchautorin Liina Triškina-Vanhatalo ist um 00.10 Uhr innerhalb der Reihe „ARD Debüt“ zu sehen. Im Mittelpunkt steht die Rettungssanitäterin Helena, gespielt von Katariina Unt. Beruflich ist sie es gewohnt, anderen Menschen in Notsituationen zu helfen. Im eigenen Zuhause stößt sie jedoch an ihre Grenzen: Ihre 15-jährige Tochter Stefi (Teele Piibemann) gerät an die falschen Freunde und entwickelt zunehmend selbstzerstörerisches Verhalten. Nachdem Stefi wegen einer Drogenüberdosis im Krankenhaus landet, entscheidet sich Helena für einen radikalen Schritt. Sie entführt ihre Tochter aus der Klinik und bringt sie in ein abgelegenes Haus auf dem Land.

Dort will Helena Stefi von ihrem bisherigen Umfeld isolieren und glaubt, auf diese Weise nicht nur ihre Tochter retten, sondern auch ihre beschädigte Beziehung reparieren zu können. Ihren Plan verschweigt sie sogar ihrem Mann Kaarel (Ivo Uukkivi). Doch die vermeintliche Rettungsaktion entwickelt sich zu einem psychologischen Duell zwischen Mutter und Tochter. Für Helena verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Fürsorge und Kontrolle sowie zwischen Mutterliebe und Gewalt.

«Lioness» beschäftigt sich damit, wie weit Eltern gehen dürfen, wenn sie glauben, ihr Kind vor sich selbst schützen zu müssen. Die Regisseurin erzählt dabei von Schuld, Hilflosigkeit und dem Versuch einer Mutter, mit immer drastischeren Maßnahmen Kontrolle über eine Situation zurückzugewinnen, die längst außer Kontrolle geraten ist. Der Film wurde mit einem EFTA Award, dem wichtigsten estnischen Filmpreis, ausgezeichnet. Triškina-Vanhatalo war zuvor unter anderem für «Take It or Leave It» verantwortlich. In «Lioness» setzt sie erneut auf ein intensives Familiendrama, diesmal mit einer Mutter-Tochter-Beziehung im Zentrum. Neben Katariina Unt und Teele Piibemann gehört Ivo Uukkivi zum Hauptensemble. Der Film entstand 2024 als Koproduktion zwischen Deutschland, Estland und Lettland.
26.09.2026 12:43 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/175873