Nach seiner Premiere als Eröffnungsfilm der Berlinale 2025 kommt Tom Tykwers prominent besetztes Familiendrama mit Lars Eidinger und Nicolette Krebitz zu 3sat.

Tom Tykwers Kino-Comeback
«Das Licht» schafft den Sprung ins Free-TV. 3sat zeigt das mehr als zweieinhalbstündige Drama am Freitag, 6. November 2026, um 22.15 Uhr erstmals im frei empfangbaren Fernsehen. Tykwer schrieb das Drehbuch und führte Regie. In den Hauptrollen sind Nicolette Krebitz, Lars Eidinger und Tala Al-Deen zu sehen.
Im Zentrum steht die wohlhabende Berliner Familie Engels, die nur noch wenig miteinander verbindet. Milena (Nicolette Krebitz) und Tim (Lars Eidinger) leben mit ihren beinahe erwachsenen Zwillingen Frieda und Jon sowie Tims unehelichem Sohn Dio zusammen. In dieses krisengeschüttelte Familienleben tritt die syrische Immigrantin Farrah (Tala Al-Deen), die eine Stelle als Haushälterin annimmt. Farrah bringt Bewegung in die festgefahrenen Beziehungen und sorgt dafür, dass sich die Familienmitglieder wieder miteinander auseinandersetzen. Bald stellt sich heraus, dass sie selbst Psychologin ist und ihre Fähigkeiten gezielt einsetzt. Noch schwerer wiegt jedoch eine weitere Enthüllung: Farrah ist keineswegs zufällig bei den Engels gelandet, sondern hat bewusst nach dieser Familie gesucht. Ihr eigenes Schicksal und der Versuch, ihre Familie zu retten, werden schließlich zum entscheidenden Teil der Geschichte.
Für Tykwer markierte «Das Licht» die Rückkehr zum Kinofilm nach «Ein Hologramm für den König» aus dem Jahr 2016. Dazwischen war der Filmemacher maßgeblich mit «Babylon Berlin» beschäftigt. Für sein neues Werk griff er auf einen auffälligen Mix aus Familiendrama, Gesellschaftsbeobachtung und surrealen Elementen zurück. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Berlin, Köln und Nairobi statt, das Budget lag nach Angaben Tykwers bei rund zwölf Millionen Euro.
Eine besondere Rolle spielt im Film ein Licht-Stimulator, der die Figuren in bewusstseinsverändernde Zustände versetzt. Das entsprechende Gerät existiert tatsächlich und wird zur Selbsterfahrung eingesetzt. Neben Krebitz, Eidinger und Al-Deen gehören Elke Biesendorfer, Julius Gause und Elyas Eldridge zur Besetzung. Seine Weltpremiere feierte «Das Licht» am 13. Februar 2025 als Eröffnungsfilm der 75. Berlinale, wo das Werk außer Konkurrenz gezeigt wurde. Für Tykwer war es bereits der dritte Film, mit dem er die Berliner Filmfestspiele eröffnete. Im März 2025 folgte der reguläre deutsche Kinostart. Die Kritiken fielen dabei durchaus unterschiedlich aus: Während vor allem die visuelle Kraft, die Darsteller und Tykwers erzählerischer Mut Anerkennung fanden, sorgten der ausufernde Stilmix und die Vielzahl der behandelten gesellschaftlichen Themen auch für deutliche Kritik.