Hulu blickt auf die große Killer-Clown-Panik von 2016 zurück

Zehn Jahre nach den mysteriösen Clown-Sichtungen rekonstruiert «Clown Panic», wie aus einzelnen Berichten ein weltweites Phänomen wurde.

Der Disney-Dienst Hulu widmet einem der bizarrsten Internetphänomene der vergangenen Jahre eine eigene Dokumentation. «Clown Panic» startet am 12. Oktober im Rahmen des diesjährigen „Huluween“-Programms bei Hulu und für Bundle-Kunden über Hulu on Disney+. International soll der Film bei Disney+ veröffentlicht werden. Passend zum zehnten Jahrestag der Ereignisse beschäftigt sich die Produktion mit der Killer-Clown-Panik des Jahres 2016.

Ausgangspunkt sind Berichte aus einer kleinen Gemeinde in South Carolina. Kinder erzählten damals, sie hätten Clowns gesehen, die sich in den Wäldern versteckten. Zunächst fanden ihre Aussagen kaum Beachtung, doch innerhalb kurzer Zeit wurden aus einzelnen Meldungen immer neue vermeintliche Sichtungen. Das Phänomen verbreitete sich schließlich über die Grenzen der Region hinaus. «Clown Panic» zeichnet nach, wie sich die Situation durch soziale Medien und die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit verselbstständigte. Schulen wurden zeitweise abgeriegelt, die Polizei ging Hinweisen nach und zahlreiche Medien griffen die Geschichten auf. Gleichzeitig verbreiteten sich entsprechende Videos im Internet und trugen dazu bei, dass aus den zunächst lokalen Berichten eine weitreichende Angst vor vermeintlichen Killer-Clowns entstand.

Regisseur Ed Perkins greift dafür auf Archivmaterial und virale Internetvideos zurück. Ergänzt werden diese durch Interviews mit damaligen Zeugen, Vertretern der Strafverfolgungsbehörden, Clowns und Kulturbeobachtern. Die Dokumentation möchte dabei nicht nur rekonstruieren, was 2016 geschah, sondern vor allem untersuchen, wie Angst, soziale Medien und eine ohnehin angespannte gesellschaftliche Stimmung zusammenwirkten. Hulu beschreibt den Film als zugleich düster-humorvoll, verstörend und emotional.

Produziert wurde «Clown Panic» von Jonathan Chinn und Simon Chinn für Lightbox, Suzanne Lavery fungiert als Executive Producer. Der Film erweitert Hulus Dokumentationsangebot, zu dem unter anderem «Thank You, Goodnight: The Bon Jovi Story», «Devil in the Family: The Fall of Ruby Franke» und «Perfect Wife: The Mysterious Disappearance of Sherri Papini» gehören.

27.09.2026 09:33 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/175858