Netflix bestellt gleich zwei neue «Chef’s Table»-Staffeln

Mit „Icons“ und „Desserts“ erweitert Netflix seine langlebige Food-Dokureihe. Schöpfer David Gelb übernimmt diesmal bei allen acht Episoden selbst die Regie.

Der Streamingdienst Netflix hat mit den «Chef’s Table»-Staffeln „Icons“ und „Desserts“ zwei neue eigenständige Staffeln der Dokumentarreihe bestellt. Beide Ausgaben umfassen jeweils vier Episoden und befinden sich derzeit an verschiedenen Orten rund um die Welt in Produktion. Welche Köche im Mittelpunkt stehen werden, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Eine Besonderheit gibt es hinter der Kamera: Serienschöpfer David Gelb wird sämtliche acht neuen Episoden selbst inszenieren. Seit dem Start von «Chef’s Table» im Jahr 2015 hat er keine komplette Staffel mehr allein als Regisseur verantwortet. „Icons“ widmet sich Köchen, die nach Auffassung der Produzenten nicht nur erfolgreiche Restaurants aufgebaut, sondern Institutionen geschaffen haben. Erzählt werden soll, wie sie die Gastronomie ihrer jeweiligen Zeit und Region geprägt und aus einer persönlichen Vision einen dauerhaften Einfluss entwickelt haben. Dabei geht es auch um die Disziplin und ständige Neuerfindung, die notwendig sind, um sich langfristig an der Spitze der internationalen Gastronomie zu behaupten. Einen anderen Schwerpunkt setzt „Desserts“. Hier sollen besonders innovative Dessert- und Patisserie-Köche aus unterschiedlichen Teilen der Welt vorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen die handwerkliche Präzision, Kreativität und neuen Perspektiven auf Süßspeisen und Confiserie. Die Produzenten kündigen dabei auch Personen an, die bislang noch nie im Fernsehen vorgestellt wurden.

Die beiden Staffeln sind die ersten neuen Ausgaben seit „Legends“ aus dem Jahr 2025. In der Vergangenheit hatte Netflix das Format bereits mehrfach mit thematischen Ablegern erweitert. Produziert wird «Chef’s Table» von Boardwalk Pictures und David Gelb Films. Als Executive Producer fungieren David Gelb, Andrew Fried, Brian McGinn und Dane Lillegard. Wann «Icons» und «Desserts» bei Netflix veröffentlicht werden, steht bislang noch nicht fest.

„Bei «Chef’s Table» ging es schon immer um mehr als nur Essen – es geht um den persönlichen Werdegang der Köche, die mit ihrer Küche Geschichten erzählen – um die Leidenschaft, die Disziplin und das Herzblut, das sie jeden Abend in ihren Küchen und Speisesälen in ihren Service stecken“, sagte Gelb in einer Erklärung. „Bei ‚Desserts‘ und ‚Icons‘ haben mich diese Geschichten so begeistert, dass ich beschlossen habe, selbst zur Kamera zu greifen und alle acht Folgen zu inszenieren, und ich war zutiefst bewegt von der Erfahrung, auf einer so intimen Ebene mit diesen Köchen zu drehen. Nach zehn Jahren strebt unser Filmteam weiterhin danach, «Chef’s Table» auf ein noch höheres Niveau zu heben – genau wie es unsere Köche jeden Tag in ihren Restaurants tun.
24.09.2026 00:07 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/175835