Die True-Crime-Reihe konnte im Frühjahr kaum Zuschauer überzeugen. Dennoch entstehen neue Folgen.

Kabel Eins hält trotz schwacher Einschaltquoten an
«Mord im Dorf» fest. Wie die „Main-Post“ berichtet, wird derzeit für eine weitere Folge der True-Crime-Reihe im unterfränkischen Thüngersheim gedreht. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Hammermord aus dem Jahr 2003. Einen Sendetermin für die neue Ausgabe gibt es bislang nicht.
Dass Kabel Eins das Format fortsetzt, ist mit Blick auf die linearen Zahlen durchaus bemerkenswert. Die fünf im Frühjahr 2026 ausgestrahlten Folgen erreichten lediglich zwischen 0,40 und 0,53 Millionen Zuschauer. Die Marktanteile beim Gesamtpublikum bewegten sich zwischen 1,9 und 2,4 Prozent. Noch problematischer sah es teilweise in der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen aus: Zum Auftakt waren lediglich 0,06 Millionen Menschen dabei, was 1,6 Prozent Marktanteil entsprach. Das beste Ergebnis der Staffel lag bei 3,6 Prozent. Auch damit blieb «Mord im Dorf» deutlich unter dem Senderschnitt.
Für den neuen Film kehrt die Produktion nun in den Landkreis Würzburg zurück. In Thüngersheim wurde im Mai 2003 ein 83-jähriger Rentner in seinem Anwesen mit einem Hammer getötet. Nach einer mehrtägigen Fahndung stellte sich ein damals 68 Jahre alter Bekannter des Opfers und gestand die Tat. Ein Jahr später wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Für die Dokumentation spricht das Team nach Angaben der „Main-Post“ unter anderem mit damaligen Ermittlern und weiteren Zeitzeugen.
«Mord im Dorf» beschäftigt sich mit realen Kriminalfällen, die sich abseits der Großstädte in vermeintlich beschaulichen Orten ereignet haben. Autor Fred Sellin und sein Team wollen dabei zeigen, dass das Leben auf dem Land keineswegs immer so friedlich ist, wie es von außen erscheint. Bereits in bei der ersten Staffel filmte das Team einen Mord im Nachbarort Erlabrunn.