Die Dokumentation verfolgt die Partnersuche von professionellen Kupplerinnen über Kontaktanzeigen und Tanztees bis zu modernen Dating-Apps.

Erst entschieden die Eltern, dann halfen Zeitungsanzeigen – heute wischt ein Algorithmus mögliche Partner vom Bildschirm:
«Terra X History» untersucht, wie sich die Suche nach der großen Liebe über die Jahrhunderte verändert hat. Das ZDF zeigt „Amore und Algorithmus – Dating damals und heute“ in der Nacht zum Sonntag, 11. Oktober 2026, um 0.20 Uhr. Im Streaming-Angebot ist die Dokumentation bereits ab dem 10. Oktober verfügbar.
Über lange Zeit stand bei der Partnerwahl nicht die romantische Liebe im Vordergrund. Herkunft, gesellschaftlicher Status, Religion und die wirtschaftliche Absicherung einer Familie waren häufig wichtiger als persönliche Gefühle. Professionelle Kupplerinnen und Kuppler versuchten deshalb schon vor Jahrhunderten, passende Verbindungen herzustellen.
Mit der ersten bekannten Kontaktanzeige, die 1695 in England erschien, begann die Partnersuche über Medien. Später kamen Heiratsanzeigen, Tanzveranstaltungen und wissenschaftliche Vermittlungsmodelle hinzu. Seit dem 20. Jahrhundert versuchen auch Biologen, Mathematiker und Psychologen zu erklären, welche körperlichen, sozialen und emotionalen Faktoren zwei Menschen zusammenbringen.
Das Internet und Smartphones haben diese Suche schließlich grundlegend verändert. Dating-Plattformen versprechen, mithilfe persönlicher Angaben und mathematischer Verfahren besonders passende Kontakte vorzuschlagen. „Amore und Algorithmus“ fragt, ob sich Anziehung tatsächlich berechnen lässt und warum selbst ausgefeilte Technik keine Garantie für die große Liebe bietet.