Primetime-Check: Donnerstag, 17. September 2026

Die interessantesten Fragen: War das «HeidiFest» wirklich so weit hinten, wie befürchtet? Hatte ein «BTN»-Special eine Chance zur Primetime? Konnte sich Rosin zum Staffelstart über Senderschnitt retten?

Doch von vorn: Eine stattliche Zuschauerzahl fuhr das Erste mit einer neuen Ermittlungsgeschichte ein, das mit «Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau» bärenstarke 25,7 Prozent bei insgesamt 5,20 Millionen generieren konnte - damit lag man weit vor dem ZDF. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ARD-Reihe zumindest solide performen, hier waren 8,9 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,29 Millionen drin. Das reichte in einer schwächlichen Primetime (14-49) sogar für die höchste Reichweite in diesem Segment (Heidi 0,28 Millionen), wegen der kürzeren Laufzeit fiel der Anteil allerdings leicht niedriger aus als bei RTL.

Wiederholungen lieferten gestern die Mainzer. Dort konnte eine alte Folge «Die Bergretter» passabel zweistellige 13,3 Prozent (2,69 Millionen Einschaltende) einfahren. Bei den Jüngeren waren nur blasse Zahlen zu holen: 5,5 Prozent (0,18 Millionen) waren es. Für eine vertretbare Zielgruppen-Leistung sorgte RTL: Interessiert hat das zweite «HeidiFest» zwar leicht gesteigerte Größenordnungen von 0,28 Millionen jungen Zuschauenden, die einen Anteil von annehmbaren 9,0 Prozent mit sich führten - die Reichweite hielt sich dennoch in Grenzen. Beim Gesamtpublikum waren es übrigens beständig niedrige Zahlen: Es schaltete zu 4,0 Prozent (0,77 Millionen) ein, die für RTL keinen Erfolg bedeuten und klar unter Senderschnitt lagen.

Der Bällchensender programmierte «Wer ist Deutschlands Superhirn?» und war damit nach dem Vorwochen-Einbruch wieder verbessert unterwegs. Merklich optimierte 8,1 Prozent (0,24 Millionen) ließen zufriedenstellende Zahlen zu. Insgesamt wiesen 1,02 Millionen zu 5,6 Prozent ein recht passables Ergebnis auf - die Millionen-Marke konnte zumindest zurückerobert werden. In Ordnung stand Kabel da mit «Rosins Restaurants»: Denn der Start-Fall bewegte etwas gesteigerte 0,20 Millionen Werberelevante zum Einschalten, welche einen soliden Prozentwert in Höhe 6,4 Prozent mit sich führten. Mit Bezug zum Gesamtpublikum hatte Rosin weniger zu melden - jenes war nur in einer Größenordnung von 0,41 Millionen und grottigen 2,1 Prozent anwesend. VOX konnte mittelprächtige Schadensbegrenzung betreiben, denn «Der Hobbit - Smaugs Einöde» lief ausbaufähig. Der Streifen zeitigte 6,0 Prozent bei 0,17 Millionen 14-49-Jährigen. Insgesamt zeigte der Tacho zumindest ziemlich vernünftige 4,8 Prozent für VOX anhand 0,82 Millionen.

Im hinteren Mittelfeld RTLZWEI mit einer Geburtstagsprogrammierung: «15 Jahre Berlin - Tag & Nacht - Das große Jubiläums-Special» führte zwar nicht zu einem Aufschlag, aber immerhin 0,16 Millionen junge Zuschauende reichten bereits aus, um einen recht passablen Anteil von 5,1 Prozent an ihrem Markt mit sich führen - das liegt prozentual über Senderschnitt. Die Älteren waren nur in geringer Anzahl vertreten: Sie schalteten nur zu äußerst niedrigen 1,2 Prozent (0,24 Millionen) ein. Etwas nachlassen musste anschließend die zweite Geburtstagsfolge, man sank auf 0,14 Millionen der Jüngeren wie noch vertretbare 4,4 Prozent. Komplett nach hinten zurückgefallen ist ProSieben mit dem Trash «Beauty & The Nerd». Haarige 4,0 Prozent durch 0,12 Millionen wurden lediglich aufgebracht. Am Gesamtmarkt mobilisierten die Storys lediglich 0,30 Millionen zu ganz schmalen 1,6 Prozent.
18.09.2026 10:03 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/175639