«HeidiFest» katastrophal am Gesamtmarkt, aber leicht verbessert in der Zielgruppe

Unterm Strich lassen sich die Reichweiten in beiden Segmenten für RTL nicht wirklich als Erfolg bezeichnen.

Es war eine große Überraschung, als RTL ankündigte, das bei ProSieben geschasste «HeidiFest» bei sich aufzunehmen. Schließlich war Heidi Klum jahrzehntelang vor allem mit den Unterföhringern verbunden. Überraschend waren aber auch die vorläufig kommunizierten Ausstrahlungsmodalitäten, die zwischenzeitlich bekannt wurden: Im linearen Fernsehen sollten zunächst nämlich nur 25 Minuten als Fußball-Vorklapp fungieren. Später revidierte RTL diese Pläne dann aber doch wieder und zeigte die Veranstaltung aus dem Hofbräuhaus am gestrigen Donnerstag, 17. September, in voller Länge von 20.15 bis 22.30 Uhr. Doch zahlte sich die ganze Chose aus?

Interessiert hat zweite Ausgabe des Events gestern ab 20.15 Uhr zwar leicht gesteigerte Größenordnungen von 0,28 Millionen jungen Zuschauenden, die einen Anteil von annehmbaren 9,0 Prozent an ihrem Markt mit sich führten - die Reichweite hielt sich dennoch in Grenzen, weil man nicht mal über 0,30 Millionen gelangte. Trotzdem ist es durchaus überraschend, dass überhaupt Steigerungen möglich waren nach dem letztjährigen Autounfall. Zur Erinnerung: Damals bei ProSieben lag die Veranstaltung bei 0,22 Millionen 14-49-Jährigen und 5,9 Prozent. Beim Gesamtpublikum waren es übrigens beständig niedrige Zahlen: Es schaltete zu 4,0 Prozent (0,77 Millionen) ein, die für RTL keinen Erfolg bedeuten und klar unter Senderschnitt lagen. (Letztes Jahr ergaben sich 0,76 Millionen zu 3,8 Prozent).

Ab 22.30 Uhr kam schließlich König Lust mit seiner «Stefan Raab Show» aus seiner Sommerpause zurück. Gehalten werden konnten mit der Saison-Eröffnung wenigstens noch 0,19 Millionen aus der werberelevanten Zielgruppe, die einstellige, aber akzeptable 9,1 Prozent brachten. Insgesamt waren es gesunkene 0,43 Millionen, welche zu schlechten 3,5 Prozent führten.
18.09.2026 08:35 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/175635