Oscar-Preisträgerin Marlee Matlin begibt sich in «Siren: The Voices of Shelley Beattie» auf die Spuren der gehörlosen Bodybuilderin und sucht dabei auch nach Parallelen zu ihrem eigenen Leben.
HBO zeigt am Dienstag, 22. September 2026, die Dokumentation «Siren: The Voices of Shelley Beattie». Der 103-minütige Film von Irene Taylor beschäftigt sich mit dem Leben der Bodybuilderin Shelley Beattie, die Anfang der 1990er-Jahre auch als Siren in der Fernsehshow «American Gladiators» bekannt wurde. Parallel zur HBO-Ausstrahlung wird der Film bei HBO Max verfügbar sein.
Ausgangspunkt des Projekts ist Marlee Matlin. Die gehörlose Schauspielerin stieß bei einer Internetrecherche auf Beatties Geschichte und erkannte zahlreiche Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Beide erlebten öffentliche Aufmerksamkeit und beruflichen Erfolg, waren zugleich aber mit Diskriminierung, Missbrauch und Suchtproblemen konfrontiert. Gemeinsam mit Dokumentarfilmerin Irene Taylor begann Matlin daraufhin, Beatties Lebensgeschichte aufzuarbeiten.
Archivmaterial, private Videoaufnahmen, persönliche Kunstwerke Beatties und Interviews mit Angehörigen und Wegbegleitern zeichnen ihren Aufstieg nach. Beattie fand im Bodybuilding einen Weg, sich gegen die Isolation zu behaupten, die sie als gehörlose Frau in einer überwiegend hörenden Umgebung erfahren hatte. Sie wurde zu einer international erfolgreichen Bodybuilderin und erreichte durch «American Gladiators» schließlich ein großes Fernsehpublikum. Gleichzeitig thematisiert der Film ihre persönlichen Krisen und ihr Engagement für psychische Gesundheit. Beattie starb im Alter von 39 Jahren.
Zu Wort kommen neben Matlin unter anderem Beatties Mutter und Geschwister, Freunde, ehemalige «American Gladiators», frühere Ms.-Olympia-Titelträgerinnen, ihr Trainer und Lebenspartner John Romano sowie ihre Freundin Julie Moisa. Auch Gold's-Gym-Mitbegründer Ed Connors und America's-Cup-Sieger Bill Koch sind beteiligt.
Neben der regulären Fassung stellt HBO Max zum Start eine Version mit amerikanischer Gebärdensprache zur Verfügung. Produziert wurde «Siren: The Voices of Shelley Beattie» von Irene Taylor, Marlee Matlin, Lauren Mueller und Stacy Lorts. Für HBO Documentary Films fungieren Nancy Abraham, Lisa Heller und Tina Nguyen als Executive Producer.